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Peter-Ulrich Wendt

Der ASD im Kontext kommunaler Sozialpolitik

Ein Beitrag aus dem Handbuch Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), 2. Auflage
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Im Sinne einer den aktuellen Stand der Transformation andeutenden (Zwischen-)Bilanz lassen sich zur sozialpolitischen Rahmung des ASD vier Aspekte festhalten: Auch wenn die Relevanz der Aktivierungskonzeption aktuell noch für andere Handlungsfelder der Sozialen Arbeit von größerer Bedeutung sein mag: Frühe Hilfen und vergleichbare Konzepte deuten die schrittweise, sozialpolitisch intendierte weitere Neubestimmung von Zielen, Aufgaben und Tätigkeiten auch des ASD bereits deutlich an; zum Teil sind die entsprechenden Implementierungsprozesse längst im Vollzug. Wenn der neo-soziale Aktivierungsstaat nur noch Kernaufgaben erledigt und bisher öffentlich erbrachte Aufgaben durch Dritte erledigen lässt, dann kommt dem ASD künftig eine stärkere Koordinationsfunktion (z.B. in Form von Fall-/Case Management) zu. Die zivilgesellschaftliche Aktivierung, zu der Soziale Arbeit verpflichtet wird, verlangt zudem eine weitere Öffnung im Blick auf die Aktivierung und Einbindung neuer Akteure. Auch weitaus intensivere Kooperationsformen mit anderen Aktivierungsagenturen (ARGEn, Jobcenter u .a.) werden sich ergeben. Daher ist eine Klärung der Funktion des ASD im kommunalen (sozialpolitischen) Geflecht spezialisierter Dienste und eine (fachliche) Definition seiner zentralen Aufgaben erforderlich: „Der kontinuierliche Abbau der direkten Arbeit mit den Adressaten zu Gunsten des Fall-Management, bzw. eine fachlich unangemessene Technokratisierung und Überregulierung der Arbeit im Rahmen eines als ‚Case Management‘ missverstandenen Handlungsansatzes ist ebenso kritisch zu analysieren, wie die Verlagerung originärer Aufgaben des ASD/KSD. Es gilt (1) eine gelingende Balance zwischen adressatenbezogener Beratung und Unterstützung und der Wahrnehmung der Vermittlungs- und Steuerungsfunktion zu finden und (2) zu klären, welche Leistungen (Beratung, Therapie, Diagnostik, Krisendienste) unverzichtbar für eine integrierte Aufgabenverantwortung sind und daher nicht an Dritte ausgelagert werden dürfen. Eine genaue Bestimmung von Arbeits- und Organisationsprinzipien (wie Case Management, Sozialraumorientierung, Ko-Produktion, Prävention, nachgehende Betreuung und ihre methodische Umsetzung) muss diese Funktionsklärung ergänzen“ (BAG ASD/KSD 2010, 4). Dabei handelt es sich um einen schleichenden Prozess mit einem tendenziell einheitlichen Grundmuster: „Schritt für Schritt werden die sozialpolitischen Instrumente fürsorglicher Betreuung und einer ‚generösen’ Versorgung (d.h. einer Versorgung ohne Gegenleistungen) um Härteklauseln erweitert und arbeitsmarktpolitischen Kriterien untergeordnet“ (Dahme/Wohlfahrt 2003, 91). Der ASD ist in den Prozess der Kommunalisierung des Sozialen unmittelbar eingeschlossen, dessen Ausgang noch offen ist. Die lokalen Bedingungen hierfür sind noch längst nicht abschließend ausgehandelt. Damit sind Gestaltungsoptionen auch für den ASD durchaus noch gegeben. Gefragt werden muss, ob die Fähigkeit zur kritischen Resonanz auf gesellschaftliche Zustände und Zumutungen Sozialer Arbeit abhanden zu kommen droht bzw. schon verloren gegangen sein könnte oder ob der ASD in der Lage ist, sich aktiv in die Gestaltung einzubringen.
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ISBN 978-3-497-60764-8
EAN 9783497607648
DOI 10.2378/asda2.art28
Bibliographie Peter-Ulrich Wendt
Der ASD im Kontext kommunaler Sozialpolitik
Ein Beitrag aus dem Handbuch Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), 2. Auflage
DOI 10.2378/asda2.art28
(Handbuch Allgemeiner Sozialer Dienst, 2. Auflage)
2., aktual. u. erw. Auflage 2015. 33 Seiten.
(978-3-497-60764-8) PDF
€ [D] 33,00
Seiten 33
Format PDF
Artikelnummer 52613
Autor Peter-Ulrich Wendt
Erscheinungsdatum 01.01.2015
Wendt, Peter-Ulrich, Prof. Dr. disc. pol., Dipl.-Sozialwissenschaftler; Jhrg. 1959; Professor für Soziale Arbeit (Lehrgebiete: Methoden der Sozialen
Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe) an der Hochschule Magdeburg/Stendal, Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen; peter-ulrich.wendt@hs-magdeburg.de
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