Christina Boll, Till Nikolka
Theoretischer Beitrag: Anregungen aus der Ökonomie für Wirkungsforschung im Kinderschutz
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Wirkungsforschung wird in der Familienökonomie als Evaluation kausaler Maßnahmeneffekte mit Bezug auf die interessierenden Outcomes bei Kindern, Jugendlichen oder Eltern verstanden. Angewendet auf den Kinderschutz geht es entweder um präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung oder um Interventionen mit dem Ziel, bei bereits eingetretener Kindeswohlgefährdung Schaden vom Kind abzuwenden. Der Beitrag hat zwei Ziele. Erstens legt er einen konzeptionellen Erfassungsrahmen gesamtgesellschaftlicher Kosten und Nutzen von präventiven bzw. interventiven Kinderschutzmaßnahmen in der Lebensverlaufsperspektive vor. Eine valide Nutzenmessung als integraler Bestandteil eines solchen Konzepts erfordert Methoden, die kausale Inferenz erlauben, mithin einen Kontrollgruppenansatz mit zufälliger Zuteilung der Personen in die Interventions- und Kontrollgruppe. Da der Zufallsmechanismus aus verschiedenen Gründen in der Kinderschutzpraxis und -forschung selten anwendbar ist, stellt der Beitrag zweitens zwei in der Ökonomie einschlägige quasi-experimentelle Verfahren vor, die exogene Variation in Raum und Zeit ausnutzen, und diskutiert mögliche Anwendungsbezüge auf den Kinderschutz sowie damit verbundene Datenanforderungen.
| Bibliographie | Christina Boll / Till Nikolka Theoretischer Beitrag: Anregungen aus der Ökonomie für Wirkungsforschung im Kinderschutz 16 Seiten. () € [D] 24,00 |
|---|---|
| Seiten | 16 |
| Artikelnummer | PEU20250403 |
| Autor:in | Christina Boll, Till Nikolka |
| Erscheinungsdatum | 01.10.2025 |