Gerald von Minden

Der Bruchstück-Mensch (PDF-E-Book)

Psychoanalyse des frühgestört-neurotischen Menschen der technokratischen Gesellschaft


1. Auflage 1988. 165 Seiten. gb.

(978-3-497-61116-4) E-Book
Preis E-Book: € [D] 15.99
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Kurztext

Thema dieses Buches ist der Bruchstück-Mensch der technokratischen Gesellschaft, der gerade unter schöpferisch-kreativen Menschen so häufig anzutreffen ist. Der auf der Ebene des Intellekts und des Willens oft zuverlässige Leistungen erbringende Funktionierer, der wie ein kleines Kind haßt und sehnsüchtet, wenn er im Gefühlsbereich gefordert wird. Der dann über diesem inneren Zwiespalt in die seelische Krise gerät und die Hilfestellung eines Psychoanalytikers sucht. Neben einem Überblick über die moderne Theorie der Frühstörung unter Einbeziehung der von britischen Psychoanalytikern wie Fairbairn, Guntrip, Balint und Winnicott erarbeiteten Denkmodelle, liegt das Schwergewicht der Arbeit auf einer praxisnahen Schilderung der Erlebnisgemeinschaft Psychoanalytiker und Analysand in Behandlungsphasen tiefer Regression. Der langjährige Herausgeber des 'International Journal of Psychoanalysis', John D. Sutherland, in seinem Geleitwort zu diesem Buch: Gerald von Minden hat sich seit vielen Jahren mit dem neuen psychoanalytischen Denkansatz der Theorie der Objektbeziehungen befaßt und sich als herausragender Interpret ihrer wichtigsten Gesichtspunkte erwiesen. Ich bin überzeugt, daß sich seine Arbeit als sehr bedeutsam erweisen wird, besonders auch für Praktiker, die in tiefen Schichten des Unbewußten mit schwer regredierten Patienten arbeiten.

Inhalt

Die Ich-Krankheit in der modernen technokratischen Gesellschaft
Die offen an ihrer narzistischen Störung Leidenden
Die, denen das narzistische Leiden an sich selbst verborgen bleibt
Die Psychoanalyse der Frühstörung. Die Theorie der Objektbeziehungen. Kurzübersicht über eine Theorie-Diskussion
Der Ausgangspunkt
Die moderne psychoanalytische Entwicklungspsychologie
Ansätze zu einer neuen Strukturtheorie der Psychoanalyse
Die Konzepte der neuen Behandlungsstrategie
Die ,Psychoanalyse mit menschlichem Antlitz" - als Hilfsmittel der Ich/Selbstfindung in optimalen Objektbeziehungen
Die Angst des Psychoanalytikers vor der Regression des frühgestört-neurotischen Patienten
Gefahren bei tiefen, länger andauernden Regressionsphasen eines frühgestört-neurotischen Patienten
Die Angst des Psychoanalytikers vor der Regression seines Patienten ... und vor der Notwendigkeit eigener Regression
Der Analysand im Schmelztiegel des Regressions-Prozesses. Erfahrung aus der Langzeitarbeit mit frühgestört-neurotischen Analysanden
Über die optimale Gesprächsatmosphäre
Die Angstwelt des frühgestört-neurotischen Menschen
Die Sehnsucht/Gier nach der nichts als guten Mutter
Der Analysand im Spannungsfeld einer Sehnsucht-Angstdialektik
Der Analytiker und sein Analysand im Sturm der Affekte. Enttäuschungswut und Vernichtungslust
Einige Bemerkungen zum Verlauf von Langzeitbehandlungen
Gibt es Indikatoren für einen Tiefpunkt der Regression, Wendepunkte eines Nuebeginns?
Der Analysand in der Aufstiegsphase. Der Psychoanalytiker als Spiegel und als Trainer. Intensivierte Auseinandersetzung mit der Vaterimago
Über die Grenzen des Erreichbaren. Der überforderte Psychoanalytiker
Der Auftrag des Menschen

Autoreninformation

Dr. Gerald von Minden, Psychoanalytiker in freier Praxis in München. Schwerpunkte der akademischen Ausbildung: Sozialpsychologie. Studium in den USA mit Abschluß Bachelor of Arts und Master of Arts. Studienaufenthalt in Großbritannien. Dr. rer. pol. an der Universität Berlin. Ausbildung zum Psychoanalytiker an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e. V. (DGPPT). Dozent und Lehranalytiker der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie e. V. München.