Armin Nolzen / Heinz Sünker

Nationalsozialismus (PDF-E-Book)

Ein Artikel aus dem Handbuch Soziale Arbeit, 4./5. Aufl.

(Ein Artikel aus dem Handbuch Soziale Arbeit, 4./5. Aufl.)

1. Auflage 2011. 14 Seiten.

(978-3-497-60883-6) E-Book
Preis E-Book: € [D] 14
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Kurztext

Summary „Nationalsozialismus“

Die Geschichte der Sozialen Arbeit in der NS-Zeit harrt noch einer integrierten Zusammenschau. Dies hat zum einen professionsgeschichtliche Gründe, ist Soziale Arbeit doch ein vergleichsweise neuer Begriff, der aus unterschiedlichsten Traditionslinien wie klassischer Fürsorge- und Wohlfahrtspolitik, Sozial- und Reformpädagogik sowie Jugendhilfe entstand. Zum anderen gibt es nur wenige, von Vertretern des Faches verfasste Studien über die Ausdifferenzierung Sozialer Arbeit in kapitalistischen Industriegesellschaften. Insofern ist die Geschichte Sozialer Arbeit größtenteils eine Domäne der Historiker geblieben. Diese begreifen sie jedoch meistens als Bestandteil der Entstehung moderner Sozialstaatlichkeit und pflegen einen eher etatistischen Zugriff. Ein zentrales Kennzeichen Sozialer Arbeit, die psychosoziale Intervention oder Face-to-face-Arbeit, bleibt dabei in der Regel auf der Strecke. Eine moderne Professionsgeschichte muss jedoch die institutionelle beziehungsweise organisatorische Entwicklung Sozialer Arbeit und den Faktor individueller Hilfe am Menschen in einem gemeinsamen Rahmen behandeln.

Unser Beitrag versucht eine Synthese der neueren Forschungen zur Sozialen Arbeit in der NS-Zeit. Es geht darin zum einen um den Stellenwert, den Soziale Arbeit, ihre Institutionen und Organisationen innerhalb des NS-Herrschaftssystems besaßen. Zum anderen ist von Interesse, welchen Anteil diejenigen Personen, die im weitesten Sinne in der Profession tätig waren, an der Aufrechterhaltung des NS-Regimes hatten. Zu diesem Zweck werden drei Felder Sozialer Arbeit in den Blick genommen, die sich nicht schematisch voneinander trennen lassen: die Sozial- und Arbeiterpolitik, die Familien- und Gesundheitspolitik sowie die Wohlfahrtspolitik und Fürsorge. Den Abschluss bilden ein kurzes Resümee und ein Ausblick auf weitere Perspektiven der Forschung.

Vom Autor empfohlene Informationsquellen im Internet zum Beitrag „Nationalsozialismus“

Quellen

German Propaganda Archive: http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/

Justiz und NS-Verbrechen: http://www1.jur.uva.nl/junsv/inhaltsverzeichnis.htm

Nuremberg Trials Project: http://nuremberg.law.harvard.edu/php/docs_swi.php?DI=1&text=overview

Retrodigitalisierte Zeitschriften der Arbeiterbewegung nach 1933: http://library.fes.de/inhalt/digital/zeitschriften_liste.php

Zwangsarbeit 1939–1945: http://www.zwangsarbeit-archiv.de/index.html

Sonstiges

Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus: www.beitraege-ns.com

International Institute für Social History, Amsterdam: http://www.iisg.nl/index.php

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin München: http://www.gesch.med.tu-muenchen.de/lehre.html

Geschichte der Sozialstaatlichkeit im 20. Jahrhundert (Lehrstuhl Szöllösi-Janze, München): http://www.ngzg.geschichte.uni-muenchen.de/ueber_uns/ueber_uns1/index.html

Institut für Sozialpolitik und Organisation sozialer Dienste an der Universität Kassel: http://forschung.uni-kassel.de/?ID=501

(Stand der Internetadressen: Februar 2011)

Autoreninformation

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