Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 1, 2008.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

Cordelia Volland, Dieter Ulich, Jutta Kienbaum, Elisabeth Hölzle:
Doing gender by doing emotion? Die geschlechtsspezifische Entwicklung der Mitgefühlsbereitschaft im Jugendalter
Doing Gender by Doing Emotion? Gender-Specific Development of the Tendency to Show Sympathy in Adolescence

2008, 27-38

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage nach der geschlechtsspezifischen Entwicklung der Mitgefühlsbereitschaft im Jugendalter. Es wurden 740 Jugendliche (403 Mädchen und 337 Jungen) im Alter zwischen 11 und 17 Jahren mit Hilfe zweier Stimulussitua-tionen untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine konstant hohe Mitgefühlsbereitschaft der Mädchen in beiden Stimulussituationen. Bei den Jungen nahm die Mitgefühlsbereitschaft hinsichtlich der ersten Stimulussituation stetig ab beziehungsweise schwankte in Bezug auf die zweite Stimulussituation von Jahr zu Jahr. Hinsichtlich einer kleinen Teilstichprobe 13-jähriger Jugendlicher wurde das Geschlecht der Stimulusperson in der zweiten Stimulusgeschichte variiert. Es zeigte sich, dass die 13-jährigen Mädchen gegenüber dem anderen Geschlecht im Vergleich zum eigenen signifikant weniger Mitgefühlsbereitschaft äußerten. Die 13-jährigen männlichen Jugendlichen dagegen zeigten gegenüber dem eigenen Geschlecht tendenziell weniger Mitgefühl als gegenüber dem anderen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Theorie emotionaler Schemata sowie der Gruppen-Sozialisationstheorie diskutiert.

Keywords: Theorie emotionaler Schemata, Gruppen-Sozialisationstheorie, Jugendliche, Mitgefühl (Empathie), geschlechtsspezifische Entwicklung

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage nach der geschlechtsspezifischen Entwicklung der Mitgefühlsbereitschaft im Jugendalter. Es wurden 740 Jugendliche (403 Mädchen und 337 Jungen) im Alter zwischen 11 und 17 Jahren mit Hilfe zweier Stimulussitua-tionen untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine konstant hohe Mitgefühlsbereitschaft der Mädchen in beiden Stimulussituationen. Bei den Jungen nahm die Mitgefühlsbereitschaft hinsichtlich der ersten Stimulussituation stetig ab beziehungsweise schwankte in Bezug auf die zweite Stimulussituation von Jahr zu Jahr. Hinsichtlich einer kleinen Teilstichprobe 13-jähriger Jugendlicher wurde das Geschlecht der Stimulusperson in der zweiten Stimulusgeschichte variiert. Es zeigte sich, dass die 13-jährigen Mädchen gegenüber dem anderen Geschlecht im Vergleich zum eigenen signifikant weniger Mitgefühlsbereitschaft äußerten. Die 13-jährigen männlichen Jugendlichen dagegen zeigten gegenüber dem eigenen Geschlecht tendenziell weniger Mitgefühl als gegenüber dem anderen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Theorie emotionaler Schemata sowie der Gruppen-Sozialisationstheorie diskutiert.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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