Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2005.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

Gerhard J. Suess, Rüdiger Kißgen:
STEEP - ein bindungstheoretisch und empirisch fundiertes Frühinterventionsprogramm
STEEP - an Attachment- and Research-based Early Intervention Program

2005, 287-292

STEEP ist ein Frühinterventionsprogramm auf der Grundlage der Bindungstheorie und –forschung, das in einer randomisierten Kontroll-Gruppen-Studie evaluiert wurde. Seine wesentlichen Bestandteile sind eine geradlinige Umsetzung der aus der Minnesota Längsschnitt- Hoch-Risiko-Studie gewonnenen Erkenntnisse in praktisches Handeln, das auf eine Veränderung von internalen Arbeitsmodellen von Bindung ebenso abzielt wie auf die Veränderung der Interaktionsqualität und sozialer Unterstützung. Im Zentrum steht dabei der Einsatz von Video (Seeing is Believing), die bei den zweiwöchentlichen Hausbesuchen unter Hervorhebung von Stärken zusammen mit den Müttern angesehen werden. Hierdurch sollen die Mütter unterstützt werden, effektives und Freude bereitendes Elternverhalten zu entwickeln. Da Interaktionen von internalen Repräsentationen geleitet werden, werden in STEEP die Bindungsvergangenheit und die internalen Arbeitsmodelle von Bindungsbeziehungen und dem eigenen Selbst in einer integrativen und transaktionalen Art und Weise addressiert (Looking back moving forward); mit anderen Worten, die Art und Weise, wie Repräsentationen und elterliches Verhalten sich gegenseitig beeinflussen, rückt in den Fokus. Zweiwöchentlich stattfindende Gruppensitzungen bieten nicht nur Gelegenheit, Fähigkeiten und Gelegenheiten für soziale Unterstützung zu entwickeln, sondern auch, Informationen zu Kindesentwicklung und Erziehung anzubieten. Mehr als die strukturellen Charakteristiken sind die Prinzipien und die generelle Haltung das Herzstück von STEEP, wobei die Betonung von Stärken in Beziehungen und die Bereitstellung einer sicheren Basis innerhalb der therapeutischen/beraterischen Beziehung die bedeutendsten sind.

Keywords: STEEP, Bindungs-basierte Intervention, Frühintervention, empirisch fundierte Intervention, Transaktionale Intervention

STEEP ist ein Frühinterventionsprogramm auf der Grundlage der Bindungstheorie und –forschung, das in einer randomisierten Kontroll-Gruppen-Studie evaluiert wurde. Seine wesentlichen Bestandteile sind eine geradlinige Umsetzung der aus der Minnesota Längsschnitt- Hoch-Risiko-Studie gewonnenen Erkenntnisse in praktisches Handeln, das auf eine Veränderung von internalen Arbeitsmodellen von Bindung ebenso abzielt wie auf die Veränderung der Interaktionsqualität und sozialer Unterstützung. Im Zentrum steht dabei der Einsatz von Video (Seeing is Believing), die bei den zweiwöchentlichen Hausbesuchen unter Hervorhebung von Stärken zusammen mit den Müttern angesehen werden. Hierdurch sollen die Mütter unterstützt werden, effektives und Freude bereitendes Elternverhalten zu entwickeln. Da Interaktionen von internalen Repräsentationen geleitet werden, werden in STEEP die Bindungsvergangenheit und die internalen Arbeitsmodelle von Bindungsbeziehungen und dem eigenen Selbst in einer integrativen und transaktionalen Art und Weise addressiert (Looking back moving forward); mit anderen Worten, die Art und Weise, wie Repräsentationen und elterliches Verhalten sich gegenseitig beeinflussen, rückt in den Fokus. Zweiwöchentlich stattfindende Gruppensitzungen bieten nicht nur Gelegenheit, Fähigkeiten und Gelegenheiten für soziale Unterstützung zu entwickeln, sondern auch, Informationen zu Kindesentwicklung und Erziehung anzubieten. Mehr als die strukturellen Charakteristiken sind die Prinzipien und die generelle Haltung das Herzstück von STEEP, wobei die Betonung von Stärken in Beziehungen und die Bereitstellung einer sicheren Basis innerhalb der therapeutischen/beraterischen Beziehung die bedeutendsten sind.

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