Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 1, 2005.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

Eva Beuscher, Claudia M. Roebers, Wolfgang Schneider:
Was erinnern Kinder von Lernfilmen?
Children’s Memory for Educational Television Programs

2005, 51-65

Während positive Langzeiteffekte von Lernsendungen in einer Reihe von Studien nachgewiesen werden konnten, sind unmittelbare Behaltensleistungen beim Anschauen einzelner Lernfilme, im Sinne eines bereichsspezifischen Wissenserwerbs, bislang kaum untersucht worden. In der vorliegenden Studie wurden daher verschiedene Maße der Behaltensleistung eingesetzt, um die Erinnerung von 90 Kindern im Alter von 6, 8 und 10 Jahren an einen Sachfilm zur Wissensvermittlung zu untersuchen. Ferner wurden die Leistungen mit denen für einen Spielfilm verglichen und potenzielle leistungsbeeinflussende Faktoren erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders für einen Lernfilm die Abrufleistung schlecht ausfällt und dass darüber hinaus die spezifischen Probleme von Vorschulkindern darin zu bestehen scheinen, die Informationen effektiv repräsentieren zu können. Ferner zeigen sich deutliche Alterseffekte bei der freien Wiedergabe von Informationen, der Beantwortung offener Fragen und Rekognitionsfragen, nicht aber bei unbeantwortbaren Fragen. Beeinflusst werden die Behaltensleistungen von der sprachlichen Entwicklung der Kinder. Implikationen der Ergebnisse für den Einsatz von Lernfilmen im Unterricht werden diskutiert.

Keywords: Lernmedien, Fernsehen, Wissenserwerb

Während positive Langzeiteffekte von Lernsendungen in einer Reihe von Studien nachgewiesen werden konnten, sind unmittelbare Behaltensleistungen beim Anschauen einzelner Lernfilme, im Sinne eines bereichsspezifischen Wissenserwerbs, bislang kaum untersucht worden. In der vorliegenden Studie wurden daher verschiedene Maße der Behaltensleistung eingesetzt, um die Erinnerung von 90 Kindern im Alter von 6, 8 und 10 Jahren an einen Sachfilm zur Wissensvermittlung zu untersuchen. Ferner wurden die Leistungen mit denen für einen Spielfilm verglichen und potenzielle leistungsbeeinflussende Faktoren erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders für einen Lernfilm die Abrufleistung schlecht ausfällt und dass darüber hinaus die spezifischen Probleme von Vorschulkindern darin zu bestehen scheinen, die Informationen effektiv repräsentieren zu können. Ferner zeigen sich deutliche Alterseffekte bei der freien Wiedergabe von Informationen, der Beantwortung offener Fragen und Rekognitionsfragen, nicht aber bei unbeantwortbaren Fragen. Beeinflusst werden die Behaltensleistungen von der sprachlichen Entwicklung der Kinder. Implikationen der Ergebnisse für den Einsatz von Lernfilmen im Unterricht werden diskutiert.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht