Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2018.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2018.art05d
Mathias Mejeh, Peter Nenniger:
Fachbeitrag: Pädagogische Kooperation in komplexen Diagnoseprozessen
Educational Cooperation in Complex Diagnostic Processes

2018, 53-70

In diesem Beitrag wird die Kooperation verschiedener Fachpersonen im schulischen Kontext am Beispiel diagnostischer Abklärungsprozesse untersucht. Dabei steht intra- und interprofessionelle Kooperation hinsichtlich ihrer Komplexität und Relevanz im Zentrum. Die Grundlage zur Erfassung dafür bildet eine Variante der Netzwerkanalyse, die ihren Ursprung in der Topologie, der formalen Logik und der Graphentheorie hat. Dazu wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem typische Handlungsstrukturen der jeweiligen Fachpersonengruppen erfasst und dargestellt wurden. Aus den Ergebnissen wird zum einen deutlich, dass diagnostische Abklärungsprozesse eine funktionierende Kooperation zwischen verschiedenen Fachpersonen bedingen, zumal sich deren Rollen im integrativen Kontext verändern können. Zum andern geht aus dem Vergleich unterschiedlicher Netzwerke von kooperationsbezogenen Handlungsstrukturen hervor, dass Art und Ausprägung der darin enthaltenen Strukturen der jeweiligen Komplexität einer Abklärungssituation entsprechen müssen. Den Abschluss bildet die Diskussion einer Reihe von weiterführenden theoretischen und praktischen Konsequenzen, die sich aus derartigen Netzwerkanalysen ergeben.

Keywords: Kooperation, Diagnostik, Schulische Integration, Netzwerkanalyse

In diesem Beitrag wird die Kooperation verschiedener Fachpersonen im schulischen Kontext am Beispiel diagnostischer Abklärungsprozesse untersucht. Dabei steht intra- und interprofessionelle Kooperation hinsichtlich ihrer Komplexität und Relevanz im Zentrum. Die Grundlage zur Erfassung dafür bildet eine Variante der Netzwerkanalyse, die ihren Ursprung in der Topologie, der formalen Logik und der Graphentheorie hat. Dazu wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem typische Handlungsstrukturen der jeweiligen Fachpersonengruppen erfasst und dargestellt wurden. Aus den Ergebnissen wird zum einen deutlich, dass diagnostische Abklärungsprozesse eine funktionierende Kooperation zwischen verschiedenen Fachpersonen bedingen, zumal sich deren Rollen im integrativen Kontext verändern können. Zum andern geht aus dem Vergleich unterschiedlicher Netzwerke von kooperationsbezogenen Handlungsstrukturen hervor, dass Art und Ausprägung der darin enthaltenen Strukturen der jeweiligen Komplexität einer Abklärungssituation entsprechen müssen. Den Abschluss bildet die Diskussion einer Reihe von weiterführenden theoretischen und praktischen Konsequenzen, die sich aus derartigen Netzwerkanalysen ergeben.

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