Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2017.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2016.art29d
Martina Ruhmland, Hanna Christiansen:
Konzepte zu Grundlagen von ADHS und Interventionen im Unterricht bei Grundschullehrkräften
Primary School Teachers’ Conceptions of ADHD and School-Based Interventions

2016, 1-14

ADHS ist eine der häufigsten Diagnosen im psychischen Bereich bei Kindern und Jugendlichen. Neben anderen Problemen zeigen sich bei vielen betroffenen Kindern Schwierigkeiten im schulischen Kontext. Ziel der vorliegenden Studie war es, in einer explorativen Befragung Vorstellungen von Grundschullehrkräften über ADHS sowie über angemessene Interven-tionen im Unterricht zu erfassen. Mittels Fragebögen mit überwiegend offenen Fragen wurde die Sichtweise von 112 Lehrkräften auf Symptome und Verhalten, Annahmen zu verursachenden Bedingungen sowie konkrete Handlungen im Unterrichten (Interventionen) zur Unterstützung der Kinder mit ADHS erhoben. Neben der Kernsymptomatik berichteten die Lehrkräfte von einer großen Breite an typischem Verhalten für Kinder mit ADHS. Nur 49 % der befragten Lehrkräfte gaben eine biologische Verursachung der Störung an und neben korrektiven Strategien wurden nur sehr wenige weitere Interventionsmöglichkeiten genannt. Die vorliegende Studie zeigt die Notwendigkeit auf, Lehrkräfte verstärkt im Bereich Wissen zu ADHS und schulische Interventionsmöglichkeiten aus- und weiterzubilden.

Keywords: ADHS, Lehrkräfte, Konzepte, schulische Interventionen

ADHS ist eine der häufigsten Diagnosen im psychischen Bereich bei Kindern und Jugendlichen. Neben anderen Problemen zeigen sich bei vielen betroffenen Kindern Schwierigkeiten im schulischen Kontext. Ziel der vorliegenden Studie war es, in einer explorativen Befragung Vorstellungen von Grundschullehrkräften über ADHS sowie über angemessene Interven-tionen im Unterricht zu erfassen. Mittels Fragebögen mit überwiegend offenen Fragen wurde die Sichtweise von 112 Lehrkräften auf Symptome und Verhalten, Annahmen zu verursachenden Bedingungen sowie konkrete Handlungen im Unterrichten (Interventionen) zur Unterstützung der Kinder mit ADHS erhoben. Neben der Kernsymptomatik berichteten die Lehrkräfte von einer großen Breite an typischem Verhalten für Kinder mit ADHS. Nur 49 % der befragten Lehrkräfte gaben eine biologische Verursachung der Störung an und neben korrektiven Strategien wurden nur sehr wenige weitere Interventionsmöglichkeiten genannt. Die vorliegende Studie zeigt die Notwendigkeit auf, Lehrkräfte verstärkt im Bereich Wissen zu ADHS und schulische Interventionsmöglichkeiten aus- und weiterzubilden.

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