Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2016.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2016.art05d
Markus Dederich:
Unterstützung durch Dekategorisierung?

2016, 48-52

Bevor ich auf meine zentralen Punkte zu sprechen komme, möchte ich eine Anmerkung zu einem rhetorischen Aspekt des Beitrags von Hinz und Köpfer machen. Diese Bemerkung scheint mir deshalb angebracht, weil sie auf ein für die Debatte über die Inklusion relativ typisches Phänomen verweist: deren Moralisierung. Moralisierung findet dann statt, wenn von vornherein klargestellt wird, wer auf der richtigen Seite steht und wer auf der falschen. Bereits im ersten Absatz nehmen die beiden Autoren indirekt eine Rahmung meines Beitrags „Kritik der Dekategorisierung“ (Dederich 2015) vor, indem sie feststellen, das Bildungssystem reagiere auf die neuen, durch die Inklusion bedingten Anforderungen mit dem Versuch, diese in bestehende Strukturen, Prozesse und Logiken einzupassen.

Bevor ich auf meine zentralen Punkte zu sprechen komme, möchte ich eine Anmerkung zu einem rhetorischen Aspekt des Beitrags von Hinz und Köpfer machen. Diese Bemerkung scheint mir deshalb angebracht, weil sie auf ein für die Debatte über die Inklusion relativ typisches Phänomen verweist: deren Moralisierung. Moralisierung findet dann statt, wenn von vornherein klargestellt wird, wer auf der richtigen Seite steht und wer auf der falschen. Bereits im ersten Absatz nehmen die beiden Autoren indirekt eine Rahmung meines Beitrags „Kritik der Dekategorisierung“ (Dederich 2015) vor, indem sie feststellen, das Bildungssystem reagiere auf die neuen, durch die Inklusion bedingten Anforderungen mit dem Versuch, diese in bestehende Strukturen, Prozesse und Logiken einzupassen.

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