Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2016.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2016.art03d
Matti Kuorelahti, Tuomo Virtanen, Solveig Chilla:
Auch Lehrkräfte benötigen Unterstützung im Inklusiven Unterricht!
Teachers Too Need Support in Inclusive Schools!

2016, 25-35

Weltweit ist eine Entwicklung hin zu einem inklusiven Schulsystem festzustellen, was für das traditionelle Rollenbild und die Professionalisierung von Lehrkräften eine Herausforderung darstellt. Auf persönlicher Ebene spielen Fragen der Einstellung („Will ich es wirklich?“) und Selbstwirksamkeit („Kann ich das schaffen?“) eine wichtige Rolle. Das Konstrukt „professional agency“ (Eteläpelto u. a. 2013) beschreibt das Zusammenspiel von professioneller Identität und Schulkontext. Darüber hinaus zeigen aktuelle Forschungen, dass sich agency eher durch eigenes Tun als durch Nachahmung im sozialen Kontext entwickelt und verändert. Am Beispiel Finnland wird das Zusammenspiel von agency, Identität und Selbstwirksamkeitsvorstellungen im Kontext Inklusiver Bildung erläutert. Das response to intervention (RTI)-Modell als eine Methode des gemeinsamen Unterrichts fordert verantwortungsvolles Handeln von allen am Bildungsprozess beteiligten Lehrkräften. Es obliegt ihnen zu entscheiden, wann und in welcher Art und Weise Unterstützungs- und Fördermaßnahmen eingesetzt werden müssen, um den individuellen Lernbedürfnissen von Schüler/innen adäquat zu begegnen. Aber nicht nur Schüler/innen, sondern auch Lehrkräfte benötigen Unterstützung, um Inklusiven Unterricht gemeinsam zu gestalten. Ein Kernbereich der Professionalisierung ist die Entwicklung didaktisch-methodischer Fähigkeiten. Alle Lehrkräfte benötigen professionelle Unterstützung ihrer täglichen Arbeit und besonders in der Anwendung und Weiterentwicklung konkreten Unterrichts.

Keywords: Professional agency, Inklusion, Professionalisierung, Finnland

Weltweit ist eine Entwicklung hin zu einem inklusiven Schulsystem festzustellen, was für das traditionelle Rollenbild und die Professionalisierung von Lehrkräften eine Herausforderung darstellt. Auf persönlicher Ebene spielen Fragen der Einstellung („Will ich es wirklich?“) und Selbstwirksamkeit („Kann ich das schaffen?“) eine wichtige Rolle. Das Konstrukt „professional agency“ (Eteläpelto u. a. 2013) beschreibt das Zusammenspiel von professioneller Identität und Schulkontext. Darüber hinaus zeigen aktuelle Forschungen, dass sich agency eher durch eigenes Tun als durch Nachahmung im sozialen Kontext entwickelt und verändert. Am Beispiel Finnland wird das Zusammenspiel von agency, Identität und Selbstwirksamkeitsvorstellungen im Kontext Inklusiver Bildung erläutert. Das response to intervention (RTI)-Modell als eine Methode des gemeinsamen Unterrichts fordert verantwortungsvolles Handeln von allen am Bildungsprozess beteiligten Lehrkräften. Es obliegt ihnen zu entscheiden, wann und in welcher Art und Weise Unterstützungs- und Fördermaßnahmen eingesetzt werden müssen, um den individuellen Lernbedürfnissen von Schüler/innen adäquat zu begegnen. Aber nicht nur Schüler/innen, sondern auch Lehrkräfte benötigen Unterstützung, um Inklusiven Unterricht gemeinsam zu gestalten. Ein Kernbereich der Professionalisierung ist die Entwicklung didaktisch-methodischer Fähigkeiten. Alle Lehrkräfte benötigen professionelle Unterstützung ihrer täglichen Arbeit und besonders in der Anwendung und Weiterentwicklung konkreten Unterrichts.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht