Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 4, 2015.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2015.art35d
Melanie Schäfer:
Der gesellschaftliche Diskurs über Kleinwuchs in Deutschland
The Social Discourse About Dwarfism in Germany

2015, 309-319

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Kleinwuchs, einem Behinderungsbild, das historisch gesehen extrem vorurteilsbeladen ist und von dem heute in Deutschland ca. 100’000 Menschen betroffen sind. Dabei differenziert die Verfasserin zwischen Kleinwuchs im medizinischen Sinne und Kleinwüchsigkeit im sozialen Sinne. Im Mittelpunkt des Interesses steht der gesellschaftliche Diskurs über Kleinwuchs: Von welchen Disziplinen und Personengruppen wird er geführt, welche Positionen stehen sich gegenüber, und welche inhaltlichen Perspektiven werden sichtbar? Kleinwuchs und Kleinwüchsigkeit werden einer systematischen wissenschaftlichen Literaturanalyse unterzogen, die sich an drei sozialen Strukturkategorien (Indikatoren sozialer Ungleichheitslagen) orientiert: Geschlecht, Behinderung und Alter. Im Sinne der Intersektionalitätsforschung werden dabei auch Wechselwirkungen zwischen den genannten sozialen Ungleichheitslagen deutlich.

Keywords: Kleinwuchs, Kleinwüchsigkeit, Behinderung, Geschlecht, Alter

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Kleinwuchs, einem Behinderungsbild, das historisch gesehen extrem vorurteilsbeladen ist und von dem heute in Deutschland ca. 100’000 Menschen betroffen sind. Dabei differenziert die Verfasserin zwischen Kleinwuchs im medizinischen Sinne und Kleinwüchsigkeit im sozialen Sinne. Im Mittelpunkt des Interesses steht der gesellschaftliche Diskurs über Kleinwuchs: Von welchen Disziplinen und Personengruppen wird er geführt, welche Positionen stehen sich gegenüber, und welche inhaltlichen Perspektiven werden sichtbar? Kleinwuchs und Kleinwüchsigkeit werden einer systematischen wissenschaftlichen Literaturanalyse unterzogen, die sich an drei sozialen Strukturkategorien (Indikatoren sozialer Ungleichheitslagen) orientiert: Geschlecht, Behinderung und Alter. Im Sinne der Intersektionalitätsforschung werden dabei auch Wechselwirkungen zwischen den genannten sozialen Ungleichheitslagen deutlich.

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