Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2015.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2015.art03d
David Labhart:
Die Orientierung des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH bezüglich Integration: Anlehnung an den Mythos Meritokratie
Orientation About Inclusion of the Association ‘Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH’: The Myth of Meritocracy

2015, 21-33

Im Beitrag wird über einen diskursanalytischen Zugang der Integrationsdiskurs in der Zeitschrift ‚Bildung Schweiz‘ des ‚Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH‘ untersucht. Die Interpretation fußt dabei auf einer Verknüpfung aller Artikel zum Thema Integration mit dem gesamten Inhalt, dem Profil der Zeitschrift im Zeitraum von 2002 bis 2012. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich ‚Bildung Schweiz‘ zur Integrationsthematik stellt und wie sich diese Position begründen lässt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Verband von der Heilpädagogik absetzt und sich hauptsächlich der Bearbeitung unerwünschter – auf soziale Unterschiede zurückgeführte – Einflüsse auf die Leistung widmet. Schülerinnen und Schüler, welche aus den Leistungsvergleichen ausgeschlossen sind und deren Differenz auf biologische Ursachen zurückgeführt wird, tangieren die Orientierung der Zeitschrift kaum. Die Ergebnisse führen zu Fragen, die für die künftige Reflexion der schulischen Integration hilfreich sein können.

Keywords: Integration, Heterogenität, Chancengleichheit, Diskursanalyse, Lehrpersonalverband

Im Beitrag wird über einen diskursanalytischen Zugang der Integrationsdiskurs in der Zeitschrift ‚Bildung Schweiz‘ des ‚Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH‘ untersucht. Die Interpretation fußt dabei auf einer Verknüpfung aller Artikel zum Thema Integration mit dem gesamten Inhalt, dem Profil der Zeitschrift im Zeitraum von 2002 bis 2012. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich ‚Bildung Schweiz‘ zur Integrationsthematik stellt und wie sich diese Position begründen lässt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Verband von der Heilpädagogik absetzt und sich hauptsächlich der Bearbeitung unerwünschter – auf soziale Unterschiede zurückgeführte – Einflüsse auf die Leistung widmet. Schülerinnen und Schüler, welche aus den Leistungsvergleichen ausgeschlossen sind und deren Differenz auf biologische Ursachen zurückgeführt wird, tangieren die Orientierung der Zeitschrift kaum. Die Ergebnisse führen zu Fragen, die für die künftige Reflexion der schulischen Integration hilfreich sein können.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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