Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2014.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2014.art24d
Diana Raufelder, Sabine Bünger:
Fungiert soziale Kompetenz als Mediator zwischen einem negativen Schüler-Schüler-Verhältnis und Leistungsmotivation bei adoleszenten Schülerinnen und Schülern?
Does Social Competence Function as a Mediator in the Association Between a Negative Student-Student Relationship and Achievement Motivation in Adolescent Students?

2014, 302-316

Zusammenfassung: Zum schulischen Erziehungsauftrag gehört neben der Wissensvermittlung auch die Förderung sozialer Kompetenz, um Schlüsselqualifikationen wie Team- und Kommunikationsfähigkeiten auszubilden und möglichen Risikoentwicklungen wie Gewalt oder Delinquenz frühzeitig vorzubeugen. Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, ob soziale Kompetenz darüber hinaus auch als Mediator zwischen einem negativ erlebten Schüler-Schüler-Verhältnis (SSV) und Leistungsmotivation fungiert. 1088 Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse (MAlter = 13.7; SD = .53) aus Brandenburger Gymnasien und Oberschulen wurden anhand standardisierter Fragebögen zu sozialer Kompetenz, dem SSV und ihrer Leistungsmotivation befragt. Die Daten wurden in Mplus mittels Multigruppen-Strukturgleichungsmodell (SEM) untersucht, um mögliche geschlechts- und schulformspezifische Unterschiede zu berücksichtigen. Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Kompetenz die Beziehung zwischen einem negativen Schüler-Schüler-Verhältnis und Leistungsmotivation nur für Mädchen bzw. Schülerinnen und Schüler an Gymnasien mediiert. In entsprechenden Präventions- und Interventionsmaßnahmen sollten folglich geschlechts- und schulformspezifische Unterschiede in der Konzeption schulpraktischer Maßnahmen berücksichtigt werden.

Keywords: Schüler-Schüler-Verhältnis, soziale Kompetenz, Leistungsmotivation, Adoleszenz, Geschlechtsunterschiede

Zusammenfassung: Zum schulischen Erziehungsauftrag gehört neben der Wissensvermittlung auch die Förderung sozialer Kompetenz, um Schlüsselqualifikationen wie Team- und Kommunikationsfähigkeiten auszubilden und möglichen Risikoentwicklungen wie Gewalt oder Delinquenz frühzeitig vorzubeugen. Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, ob soziale Kompetenz darüber hinaus auch als Mediator zwischen einem negativ erlebten Schüler-Schüler-Verhältnis (SSV) und Leistungsmotivation fungiert. 1088 Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse (MAlter = 13.7; SD = .53) aus Brandenburger Gymnasien und Oberschulen wurden anhand standardisierter Fragebögen zu sozialer Kompetenz, dem SSV und ihrer Leistungsmotivation befragt. Die Daten wurden in Mplus mittels Multigruppen-Strukturgleichungsmodell (SEM) untersucht, um mögliche geschlechts- und schulformspezifische Unterschiede zu berücksichtigen. Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Kompetenz die Beziehung zwischen einem negativen Schüler-Schüler-Verhältnis und Leistungsmotivation nur für Mädchen bzw. Schülerinnen und Schüler an Gymnasien mediiert. In entsprechenden Präventions- und Interventionsmaßnahmen sollten folglich geschlechts- und schulformspezifische Unterschiede in der Konzeption schulpraktischer Maßnahmen berücksichtigt werden.

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