Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2014.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2014.art09d
Victoria Neuber, Josef Künsting, Daniela Phieler:
Cyberbullying unter Schülerinnen und Schülern
Cyberbullying among High School Students.

2014, 81-95

Zusammenfassung: Das Internet stellt für Jugendliche heute einen zentralen Ort der Kommunika-tion dar. In der Folge verlagern sich auch Formen aggressiven Verhaltens wie Bullying in den vir-tuellen Raum. Die vorliegende Studie geht den Fragen nach, welche lokalen Zusammenhänge zwischen Cyberbullying (bzw. -viktimisierung) und traditionellem Bullying (bzw. Viktimisierung) bestehen und mit welchen Persönlichkeitseigenschaften die Beteiligung an Cyberbullying in Be-ziehung steht. Zur Auswertung wurden die Daten von N = 1850 Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren herangezogen. Im Ergebnis zeigt sich unter Verwendung einer Konfigurationsfrequenz-analyse, dass z. B. nur eine geringe Anzahl an Jugendlichen ausschließlich als Täterinnen bzw. Täter oder Opfer von Cyberbullying gesehen werden kann. Vielmehr waren die meisten von ihnen oft auch an traditionellem Bullying beteiligt. Zudem ist die Regression von Cyberviktimisierung auf die Persönlichkeitseigenschaft Neurotizismus erwartungsgemäß signifikant, während Cyberbullying mit der Persönlichkeitseigenschaft Verträglichkeit stark negativ zusammenhängt. Implikationen für Präventions- und Interventionsmaßnahmen werden aufgezeigt.

Keywords: Bullying, Cyberbullying, Cyberviktimisierung, Aggression, Persönlichkeitseigenschaften

Zusammenfassung: Das Internet stellt für Jugendliche heute einen zentralen Ort der Kommunika-tion dar. In der Folge verlagern sich auch Formen aggressiven Verhaltens wie Bullying in den vir-tuellen Raum. Die vorliegende Studie geht den Fragen nach, welche lokalen Zusammenhänge zwischen Cyberbullying (bzw. -viktimisierung) und traditionellem Bullying (bzw. Viktimisierung) bestehen und mit welchen Persönlichkeitseigenschaften die Beteiligung an Cyberbullying in Be-ziehung steht. Zur Auswertung wurden die Daten von N = 1850 Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren herangezogen. Im Ergebnis zeigt sich unter Verwendung einer Konfigurationsfrequenz-analyse, dass z. B. nur eine geringe Anzahl an Jugendlichen ausschließlich als Täterinnen bzw. Täter oder Opfer von Cyberbullying gesehen werden kann. Vielmehr waren die meisten von ihnen oft auch an traditionellem Bullying beteiligt. Zudem ist die Regression von Cyberviktimisierung auf die Persönlichkeitseigenschaft Neurotizismus erwartungsgemäß signifikant, während Cyberbullying mit der Persönlichkeitseigenschaft Verträglichkeit stark negativ zusammenhängt. Implikationen für Präventions- und Interventionsmaßnahmen werden aufgezeigt.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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