Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2013.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2013.art02d
Dagmar Orthmann Bless:
Zur Häufigkeit von Schwangerschaften und Geburten bei Frauen mit geistiger Behinderung
The Prevalence of Pregnancies and Births in Women with Intellectual Disabilities (ID)

2013, 22-34

Elternschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung ist in der Regel mit Unterstützungsbedarf sowohl für die Kinder als auch für die Eltern verbunden. Valide epidemiologische Daten bilden eine unverzichtbare Grundlage, um diesem speziellen Bedarf adäquat Rechnung tragen zu können. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, anhand einer Analyse der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser (CH) die Häufigkeit von Schwangerschaften und Geburten bei Frauen mit geistiger Behinderung in der Schweiz im Zeitraum von 1998 bis 2009 zu ermitteln, die Personengruppe zu beschreiben sowie die Entwicklung der Inzidenz über die Zeit zu bestimmen. Im Untersuchungszeitraum wurden 176 Schwangerschaften bei Frauen mit geistiger Behinderung identifiziert, von denen 93 mit einer Entbindung von insgesamt mindestens 98 Kindern und 83 mit einem Abort endeten. Die Inzidenz von Schwangerschaften bei Frauen mit geistiger Behinderung nahm im Untersuchungszeitraum zu

Keywords: Geistige Behinderung, Schwangerschaft, Elternschaft, Prävalenz

Elternschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung ist in der Regel mit Unterstützungsbedarf sowohl für die Kinder als auch für die Eltern verbunden. Valide epidemiologische Daten bilden eine unverzichtbare Grundlage, um diesem speziellen Bedarf adäquat Rechnung tragen zu können. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, anhand einer Analyse der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser (CH) die Häufigkeit von Schwangerschaften und Geburten bei Frauen mit geistiger Behinderung in der Schweiz im Zeitraum von 1998 bis 2009 zu ermitteln, die Personengruppe zu beschreiben sowie die Entwicklung der Inzidenz über die Zeit zu bestimmen. Im Untersuchungszeitraum wurden 176 Schwangerschaften bei Frauen mit geistiger Behinderung identifiziert, von denen 93 mit einer Entbindung von insgesamt mindestens 98 Kindern und 83 mit einem Abort endeten. Die Inzidenz von Schwangerschaften bei Frauen mit geistiger Behinderung nahm im Untersuchungszeitraum zu

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