Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2010.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2010.art17d
Maik Philipp, Dietmar Gölitz, Maria von Salisch:
Welchen Beitrag leistet die peer group für die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Sekundarstufe?
What is the Contribution of the Peer Group to the Reading Motivation of Secondary School Students?

2010, 241-256

Spätestens seit den PISA- und IGLU-Studien ist das Interesse am inner- und außerschulischen Erwerb von Lesekompetenz und -motivation im Rahmen der Lesesozialisation gewachsen. Während die Rolle der Familie in der Lesesozialisation empirisch gut belegt ist, ist über den Einfluss der Gruppen der gleichaltrigen Freundinnen und Freunde auf die Lesemotivation von Kindern und Jugendlichen wenig bekannt. Deshalb wurden in einer Querschnittstudie N = 501 Fünftklässler im Alter von 10 bis 11 Jahren aus Haupt- und Realschulen und Gymnasien mit Frage-bögen befragt. Die Auswertung mittels einer Strukturgleichungsanalyse zeigt, dass die von den Teilnehmern wahrgenommene Leseorientierung in ihrer peer group neben Geschlecht und der lesebezogenen Fähigkeitsselbsteinschätzung zur Erklärung der Lesemotivation beiträgt.

Keywords: Lesemotivation, Lesesozialisation, peer group, Kindheit, Sekundarstufe I

Spätestens seit den PISA- und IGLU-Studien ist das Interesse am inner- und außerschulischen Erwerb von Lesekompetenz und -motivation im Rahmen der Lesesozialisation gewachsen. Während die Rolle der Familie in der Lesesozialisation empirisch gut belegt ist, ist über den Einfluss der Gruppen der gleichaltrigen Freundinnen und Freunde auf die Lesemotivation von Kindern und Jugendlichen wenig bekannt. Deshalb wurden in einer Querschnittstudie N = 501 Fünftklässler im Alter von 10 bis 11 Jahren aus Haupt- und Realschulen und Gymnasien mit Frage-bögen befragt. Die Auswertung mittels einer Strukturgleichungsanalyse zeigt, dass die von den Teilnehmern wahrgenommene Leseorientierung in ihrer peer group neben Geschlecht und der lesebezogenen Fähigkeitsselbsteinschätzung zur Erklärung der Lesemotivation beiträgt.

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