Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2010.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2010.art21d
Jan Kuhl, Marco Ennemoser:
Diagnose und Förderung der Konstruktionsfähigkeit bei Menschen mit geistiger Behinderung
Assessment and Training of Construction Skills in Students with Mental Retardation

2010, 299-312

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurde ein Trainingsprogramm zur Förderung der Konstruktionsfähigkeit für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt und pilotierend evaluiert. Da kein geeignetes Testverfahren verfügbar war, um die angestrebten Fördererfolge registrieren und empirisch überprüfen zu können, wurde zudem ein Diagnoseinstrument erstellt und ebenfalls einer ersten Überprüfung unterzogen. Die Ergebnisse liefern insgesamt stützende Evidenz für die Reliabilität und Validität des Testverfahrens. Im Hinblick auf die Evaluation des Förderprogramms konnte bestätigt werden, dass die Trainingsgruppe (n=19) im Vergleich zur Kontrollgruppe (n=26) signifikant größere Leistungssteigerungen im Konstruktionstest zu verzeichnen hatte. Darüber hinaus ergaben sich signifikante Transfereffekte auf das räumliche Denken und ein im Training nicht verwendetes Konstruktionsmaterial, was darauf schließen lässt, dass durch die Förderung nicht nur eine Performanz- sondern eine Kompetenzsteigerung bewirkt wurde. Befunde und Schwächen der vorliegenden Arbeit sowie daraus resultierende Implikationen für nachfolgende Untersuchungen werden diskutiert.

Keywords: Geistige Behinderung, Konstruktionsfähigkeit, Konstruktionsspiel, Training

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurde ein Trainingsprogramm zur Förderung der Konstruktionsfähigkeit für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt und pilotierend evaluiert. Da kein geeignetes Testverfahren verfügbar war, um die angestrebten Fördererfolge registrieren und empirisch überprüfen zu können, wurde zudem ein Diagnoseinstrument erstellt und ebenfalls einer ersten Überprüfung unterzogen. Die Ergebnisse liefern insgesamt stützende Evidenz für die Reliabilität und Validität des Testverfahrens. Im Hinblick auf die Evaluation des Förderprogramms konnte bestätigt werden, dass die Trainingsgruppe (n=19) im Vergleich zur Kontrollgruppe (n=26) signifikant größere Leistungssteigerungen im Konstruktionstest zu verzeichnen hatte. Darüber hinaus ergaben sich signifikante Transfereffekte auf das räumliche Denken und ein im Training nicht verwendetes Konstruktionsmaterial, was darauf schließen lässt, dass durch die Förderung nicht nur eine Performanz- sondern eine Kompetenzsteigerung bewirkt wurde. Befunde und Schwächen der vorliegenden Arbeit sowie daraus resultierende Implikationen für nachfolgende Untersuchungen werden diskutiert.

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