Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2010.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2010.art10d
Ulrike Petermann, Mara Zoe Krummrich, Claudia Meier, Franz Petermann, Dennis Nitkowski:
Das Training mit aggressiven Kindern als schulbasiertes Präventionsprogramm
Training Aggressive Children as School-based Prevention

2010, 132-143

Das Training mit aggressiven Kindern wurde von Lehrern mit 16 männlichen Jugendlichen im Alter von M = 14.01 Jahren (SD = 1.27), die aggressives Verhalten zeigten, in einer Förderschule durchgeführt. Zur Erfassung psychischer Auffälligkeiten wurde der Strengths and Difficulties Questionnaire von Lehrern, Eltern und den Schülern selbst ausgefüllt. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (n = 16; 11 Jungen, 5 Mädchen) gleichen Alters (M = 14.14 Jahre, SD = 1.06) und Grades an aggressiv-dissozialen Auffälligkeiten erzielte die Trainingsgruppe zwei Wochen nach Abschluss des Trainings signifikant niedrigere Werte auf den Skalen „Verhaltensauffälligkeiten“ und „Gesamtproblemwert“. Im Selbsturteil fand sich eine geringere Ausprägung auf der Skala „Probleme mit Gleichaltrigen“ für die Schüler, die am Training teilgenommen hatten. Eltern sahen bessere Werte auf den Skalen „Emotionale Probleme“ und „Gesamtproblemwert“ für eine Substichprobe von 14 Schülern der Trainingsgruppe. Weiterhin wurde geprüft, ob die Effekte in Abhängigkeit der Sitzungsanzahl variierten und durch Einbindung der Schüler in weitere Versorgungs- und Behandlungsmaßnahmen erklärt werden konnten. Die Resultate weisen auf die Effektivität des Trainings im Schulkontext hin.

Keywords: Verhaltenstraining, aggressives Verhalten, Förderschule, schulbasierte -Prävention, Jugendliche

Das Training mit aggressiven Kindern wurde von Lehrern mit 16 männlichen Jugendlichen im Alter von M = 14.01 Jahren (SD = 1.27), die aggressives Verhalten zeigten, in einer Förderschule durchgeführt. Zur Erfassung psychischer Auffälligkeiten wurde der Strengths and Difficulties Questionnaire von Lehrern, Eltern und den Schülern selbst ausgefüllt. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (n = 16; 11 Jungen, 5 Mädchen) gleichen Alters (M = 14.14 Jahre, SD = 1.06) und Grades an aggressiv-dissozialen Auffälligkeiten erzielte die Trainingsgruppe zwei Wochen nach Abschluss des Trainings signifikant niedrigere Werte auf den Skalen „Verhaltensauffälligkeiten“ und „Gesamtproblemwert“. Im Selbsturteil fand sich eine geringere Ausprägung auf der Skala „Probleme mit Gleichaltrigen“ für die Schüler, die am Training teilgenommen hatten. Eltern sahen bessere Werte auf den Skalen „Emotionale Probleme“ und „Gesamtproblemwert“ für eine Substichprobe von 14 Schülern der Trainingsgruppe. Weiterhin wurde geprüft, ob die Effekte in Abhängigkeit der Sitzungsanzahl variierten und durch Einbindung der Schüler in weitere Versorgungs- und Behandlungsmaßnahmen erklärt werden konnten. Die Resultate weisen auf die Effektivität des Trainings im Schulkontext hin.

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