Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2008.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

Julia Riebel, Reinhold S. Jäger:
Kompetenzen von Schulanfängern: Was sollten Schulanfänger können?
Competencies of School Beginners: What Competencies should School Beginners have?

2008, 132-142

In der vorliegenden Delphi-Studie wurde der Frage nachgegangen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler beim Eintritt in die erste Klasse aufweisen sollen. Dabei wurden 169 Lehrende nach Kompetenzen aus den Bereichen „kognitive“, „soziale“ und „motorische Kompetenzen“ befragt. Die ausformulierten Kompetenzbereiche wurden einer zweiten Gruppe von Lehrenden vorgelegt, die eine Einschätzung der Wichtigkeit dieser Bereiche vornehmen sollten. Es zeigte sich, dass die Befragten sämtliche Kompetenzen als sehr bedeutsam betrachteten, dass es kaum Abweichungen von diesem Wichtigkeitsurteil gab und dass die Einschätzung unabhängig war von den Personenmerkmalen Alter, Geschlecht und Dienstalter. Des Weiteren konnte die Gliederung der Kompetenzen in die Bereiche „kognitiv“, „sozial“ und „motorisch“ faktorenanalytisch bestätigt werden. Die vorliegende Studie schließt eine Wissenslücke, da bisher keine umfassende Auflistung der bedeutsamen Kompetenzen neueren Datums vorliegt. Sie zeigt außerdem weitere Lücken auf, da weder für die Messung der hier erfragten Kompetenzen noch für die der ihnen vorausgehenden Vorläuferfähigkeiten ausreichend Instrumente vorliegen.

Keywords: Schulanfang, Schuleintritt, Kompetenzen, Vorläuferfähigkeiten

In der vorliegenden Delphi-Studie wurde der Frage nachgegangen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler beim Eintritt in die erste Klasse aufweisen sollen. Dabei wurden 169 Lehrende nach Kompetenzen aus den Bereichen „kognitive“, „soziale“ und „motorische Kompetenzen“ befragt. Die ausformulierten Kompetenzbereiche wurden einer zweiten Gruppe von Lehrenden vorgelegt, die eine Einschätzung der Wichtigkeit dieser Bereiche vornehmen sollten. Es zeigte sich, dass die Befragten sämtliche Kompetenzen als sehr bedeutsam betrachteten, dass es kaum Abweichungen von diesem Wichtigkeitsurteil gab und dass die Einschätzung unabhängig war von den Personenmerkmalen Alter, Geschlecht und Dienstalter. Des Weiteren konnte die Gliederung der Kompetenzen in die Bereiche „kognitiv“, „sozial“ und „motorisch“ faktorenanalytisch bestätigt werden. Die vorliegende Studie schließt eine Wissenslücke, da bisher keine umfassende Auflistung der bedeutsamen Kompetenzen neueren Datums vorliegt. Sie zeigt außerdem weitere Lücken auf, da weder für die Messung der hier erfragten Kompetenzen noch für die der ihnen vorausgehenden Vorläuferfähigkeiten ausreichend Instrumente vorliegen.

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