Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 3, 2005.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

Birgit Spinath, Stefanie van Ophuysen, Elke Heise:
Individuelle Voraussetzungen von Studierenden zu Studienbeginn: Sind Lehramtsstudierende so schlecht wie ihr Ruf?
University Students’ Learning- and Achievement-Related Characteristics: Are Teacher Students as Bad as Their Reputation?

2005, 186-197

Einem verbreiteten Stereotyp zufolge unterscheiden sich Studierende mit dem Berufswunsch Lehrer/Lehrerin in Bezug auf solche Merkmale, die Voraussetzungen für ein wissenschaftliches Studium sind (z. B. Intelligenz, Leistungsmotivation) in negativer Weise von anderen Studierenden. Auch wird häufig angenommen, dass zukünftige Grundschullehrer/innen besonders schlechte Ausprägungen in den genannten Merkmalen besäßen, während Studierenden der Sekundarstufe II vergleichsweise die besten Merkmalsausprägungen zugeschrieben werden. Um zu überprüfen, inwiefern solche Stereotype gerechtfertigt sind, wurden an der Universität Dortmund N= 365 Erst- und Zweitsemesterstudierende hinsichtlich der Merkmale Intelligenz, Lesekompetenz sowie Leistungsmotivation getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass a) sich Lehramtsstudierende nicht grundsätzlich in negativer Weise von Studierenden in Diplomstudiengängen unterscheiden, und b) die Merkmalsausprägungen von Studierenden unterschiedlicher Lehrämter nicht in stereotyper Weise differieren. Die Ergebnisse werden mit Blick auf neu zu entwickelnde Studiengänge und Reformen der Lehrerbildung diskutiert.

Keywords: Lehramtsstudierende, Studienvoraussetzungen, Intelligenz, Lesekompetenz, Leistungsmotivation

Einem verbreiteten Stereotyp zufolge unterscheiden sich Studierende mit dem Berufswunsch Lehrer/Lehrerin in Bezug auf solche Merkmale, die Voraussetzungen für ein wissenschaftliches Studium sind (z. B. Intelligenz, Leistungsmotivation) in negativer Weise von anderen Studierenden. Auch wird häufig angenommen, dass zukünftige Grundschullehrer/innen besonders schlechte Ausprägungen in den genannten Merkmalen besäßen, während Studierenden der Sekundarstufe II vergleichsweise die besten Merkmalsausprägungen zugeschrieben werden. Um zu überprüfen, inwiefern solche Stereotype gerechtfertigt sind, wurden an der Universität Dortmund N= 365 Erst- und Zweitsemesterstudierende hinsichtlich der Merkmale Intelligenz, Lesekompetenz sowie Leistungsmotivation getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass a) sich Lehramtsstudierende nicht grundsätzlich in negativer Weise von Studierenden in Diplomstudiengängen unterscheiden, und b) die Merkmalsausprägungen von Studierenden unterschiedlicher Lehrämter nicht in stereotyper Weise differieren. Die Ergebnisse werden mit Blick auf neu zu entwickelnde Studiengänge und Reformen der Lehrerbildung diskutiert.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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