Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 1, 2018.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2018.art04d
Alexander Wettstein, Marion Scherzinger, Erich Ramseier:
Empirische Arbeit: Unterrichtsstörungen, Beziehung und Klassenführung aus Lehrer-, Schüler- und Beobachterperspektive
Classroom Disturbances, Relationship and Classroom Management From the Perspective of Teachers, Students and External Observers

2018, 58-74

In einer multimethodalen Studie wurde untersucht, wie Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und außenstehende Beobachter Unterrichtsstörungen, Beziehung und Klassenführung wahrnehmen. An 18 Klassen wurden die Schüler- und Lehrereinschätzungen mit den niedrig inferenten Kodierungen einer außenstehenden geschulten Beobachterin verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schülerwahrnehmung von Störungen mit r = .62 sehr gut mit den niedrig inferenten Kodierungen der externen Beobachterin übereinstimmen. Die Störungswahrnehmung der Fachlehrpersonen korreliert mit .48, die der Klassenlehrpersonen nur zu .17 mit den niedrig inferenten Kodierungen der Beobachterin. Auch in der Einschätzung von Beziehung und Klassenführung stimmt die Beobachterin besser mit den Schüler- als mit den Lehrereinschätzungen überein.

Keywords: Unterrichtsstörungen, Beziehung, Klassenführung, Schülerwahrnehmung, Lehrerwahrnehmung, Verhaltensbeobachtung

In einer multimethodalen Studie wurde untersucht, wie Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und außenstehende Beobachter Unterrichtsstörungen, Beziehung und Klassenführung wahrnehmen. An 18 Klassen wurden die Schüler- und Lehrereinschätzungen mit den niedrig inferenten Kodierungen einer außenstehenden geschulten Beobachterin verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schülerwahrnehmung von Störungen mit r = .62 sehr gut mit den niedrig inferenten Kodierungen der externen Beobachterin übereinstimmen. Die Störungswahrnehmung der Fachlehrpersonen korreliert mit .48, die der Klassenlehrpersonen nur zu .17 mit den niedrig inferenten Kodierungen der Beobachterin. Auch in der Einschätzung von Beziehung und Klassenführung stimmt die Beobachterin besser mit den Schüler- als mit den Lehrereinschätzungen überein.

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