Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2016.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2016.art10d
Ulrike-Marie Krause, Robin Stark:
Empirische Arbeit: Förderung soziomoralischen Lernens: Vergleich zweier Unterrichtsansätze
Promoting Sociomoral Learning: Comparison of Two Teaching Methods

2016, 81-90

Ziel der vorliegenden Studie war es, Unterrichtsansätze zur Förderung soziomoralischen Lernens zu erproben. Ausgehend von Lawrence Kohlbergs kognitiv-entwicklungstheoretisch begründeter Methode der Dilemmadiskussion sowie von neueren Arbeiten, die auf die moralpsychologische Bedeutung affektiver Aspekte hinweisen, wurden zwei dilemmabasierte Unterrichtskonzeptionen entwickelt: eine eher kognitiv-analytisch orientierte und eine eher affektiv-kreativ ausgerichtete. Die Konzeptionen wurden in einer quasiexperimentellen Interventionsstudie miteinander verglichen. Die Implementation erfolgte in zwei neunten Klassen eines Gymnasiums. Die Ergebnisse der Studie deuten auf eine höhere Wirksamkeit der affektiv-kreativen Unterrichtskonzeption sowohl hinsichtlich der moralischen Argumentation als auch hinsichtlich der selbsteingeschätzten Leistung im Unterricht hin. Die vorgestellte Studie liefert einen Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen zu affektiver Aktivierung und Unterstützung (als Ergänzung zur kognitiven Aktivierung und Unterstützung) in der soziomoralischen Bildung.

Keywords: Soziomoralische Bildung, Moralentwicklung, Unterricht, Dilemmadiskussion

Ziel der vorliegenden Studie war es, Unterrichtsansätze zur Förderung soziomoralischen Lernens zu erproben. Ausgehend von Lawrence Kohlbergs kognitiv-entwicklungstheoretisch begründeter Methode der Dilemmadiskussion sowie von neueren Arbeiten, die auf die moralpsychologische Bedeutung affektiver Aspekte hinweisen, wurden zwei dilemmabasierte Unterrichtskonzeptionen entwickelt: eine eher kognitiv-analytisch orientierte und eine eher affektiv-kreativ ausgerichtete. Die Konzeptionen wurden in einer quasiexperimentellen Interventionsstudie miteinander verglichen. Die Implementation erfolgte in zwei neunten Klassen eines Gymnasiums. Die Ergebnisse der Studie deuten auf eine höhere Wirksamkeit der affektiv-kreativen Unterrichtskonzeption sowohl hinsichtlich der moralischen Argumentation als auch hinsichtlich der selbsteingeschätzten Leistung im Unterricht hin. Die vorgestellte Studie liefert einen Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen zu affektiver Aktivierung und Unterstützung (als Ergänzung zur kognitiven Aktivierung und Unterstützung) in der soziomoralischen Bildung.

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