Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 1, 2014.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

DOI: 10.2378/fi2014.art03d
Christiane Ludwig-Körner, Ulla Stegemann:
Helfende Beziehungen im Kindergarten
Helping relationships in the kindergarten

2014, 26-33

In einem Kindergarten eines Berliner Brennpunktbezirkes wurde eine pädagogische Fachkraft mit psychotherapeutischer Ausbildung eingesetzt, um entwicklungsverzögerten und verhaltensauffälligen Kindern, insbesondere aber deren Eltern eine hilfreiche Beziehung anzubieten. Es zeigte sich, dass bei unerwartet vielen Kindern ein Hilfebedarf festgestellt werden musste, der die Kapazitäten der regulär beschäftigten Erzieherinnen deutlich übersteigt. Ferner wurde deutlich, dass sich die Hilfeangebote insbesondere auf die Eltern der auffälligen Kinder zu richten hatten, denn viele dieser Väter und Mütter waren selbst von Traumatisierungen gezeichnet, ließen strukturelle Störungen erkennen und konnten oft nur mit Mühe für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Wo dies aber mittels einer helfenden Beziehung gelang, verbesserte sich die psychische Situation der Kinder auf eindrucksvolle Weise.

Keywords: Förderung der Eltern-Kind-Beziehung, Elternarbeit im Kindergarten, helfende Beziehungen

In einem Kindergarten eines Berliner Brennpunktbezirkes wurde eine pädagogische Fachkraft mit psychotherapeutischer Ausbildung eingesetzt, um entwicklungsverzögerten und verhaltensauffälligen Kindern, insbesondere aber deren Eltern eine hilfreiche Beziehung anzubieten. Es zeigte sich, dass bei unerwartet vielen Kindern ein Hilfebedarf festgestellt werden musste, der die Kapazitäten der regulär beschäftigten Erzieherinnen deutlich übersteigt. Ferner wurde deutlich, dass sich die Hilfeangebote insbesondere auf die Eltern der auffälligen Kinder zu richten hatten, denn viele dieser Väter und Mütter waren selbst von Traumatisierungen gezeichnet, ließen strukturelle Störungen erkennen und konnten oft nur mit Mühe für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Wo dies aber mittels einer helfenden Beziehung gelang, verbesserte sich die psychische Situation der Kinder auf eindrucksvolle Weise.

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