Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2013.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2013.art18d
Karl Josef Klauer, Alfons M. Strathmann:
Lernverlaufsdiagnostik Mathematik: Test auf Änderungssensibilität bei rechenschwachen Grundschülern
Assessing Growth in Mathematical Achievement: A Test of Sensitivity to Change with Underperforming Elementary Students

2013, 241-252

In Testverfahren zur Lernverlaufsdiagnostik kommt es zunächst darauf an, über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt ein und dieselbe Kompetenz zu messen. Das ist möglich, wenn entweder genügend echte Paralleltests zur Verfügung stehen oder wenn jedes Kind bei jedem Test eine neue zufallsgenerierte Stichprobe von Aufgaben erhält, die die Menge von Auf-gaben repräsentiert, welche beherrscht werden soll. Letzteres ist bei dem neuen Test Lernverlaufsdiagnostik Mathematik (Strathmann & Klauer, 2012) der Fall. Zusätzlich ist allerdings der Nachweis zu fordern, dass das Verfahren in der Lage ist, Kompetenzzuwächse sowie Kompetenzverluste festzustellen. Der Nachweis der Änderungssensibilität des Verfahrens soll im vorliegenden Beitrag durch ein Quasi-Experiment zur Förderung rechenschwacher Grundschulkinder aus 12 dritten Klassen erbracht werden. Der Versuch dauerte sieben Wochen und umfasste eine Förder- sowie eine Kontrollbedingung, wobei die Leistungsentwicklung mittels Prä-, Post- und Follow-up-Tests dokumentiert wurde. Die Teilnahme an dem Förderprogramm bewirkte größere Leistungszuwächse als die Teilnahme am regulären Unterricht. Die Ergebnisse bestätigen insoweit die Erwartung, dass Leistungszuwächse durch den Test nachgewiesen werden konnten.

Summary: The new tests of assessing learning development should be able to test the same competency repeatedly over a longer period of time. This is possible if there are enough parallel tests available or – as in case of the new test Assessing Growth in Mathematical Achievement (Strathmann & Klauer, 2012) – if every child receives each time a randomly generated sample of items representing the set of items that should be mastered at the end of the school year. Moreover, it is essential that the procedure is able to detect increases as well as decreases in the competency. In this contribution it will be tested whether or not the test is sensible to measure changes in competency. This is done by a quasi-experiment to promote mathematical achievement of slow learners in mathematics from twelve classes of elementary schools. The study included a training and a control condition, lasted seven weeks and the course of children’s learning progress was documented by pre-, post- und follow-up tests. The results confirm the hypothesis that the test procedure was able to measure change sensibly with underperforming elementary students.

Keywords: Assessing growth of achievement, measurement of learning progress, measurement of change, mathematical test

Deutsch Abstract (dt.) | PDF Volltext



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