Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 1, 2012.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

DOI: 10.2378/fi2012.art02d
Daniela Kiening, Manfred Grohnfeldt:
Besonderheiten in der sprachlichen Interaktion von Müttern und ihren zweijährigen Kindern mit spätem Sprechbeginn
Characteristics in language behaviour of mothers in dialogue with their two-years-old late talking children

2012, 15-25

Der Dialog zwischen Mutter und Kind stellt einen wichtigen Inter-aktionskontext für die frühe kindliche Sprachentwicklung dar. Dabei handelt es sich um einen dynamischen Prozess, in welchem Wechselwirkungen im Verhalten beider Interaktionspartner bestehen. Der Beitrag geht der Frage nach, ob bzw. wie sich ein später Sprechbeginn des Kindes auf bestimmte Merkmale der sprachlichen Interaktion zwischen Mutter und Kind auswirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Anpassungen der Mutter hinsichtlich ihrer Responsivität gegenüber den Äußerungen des Kindes sowie ihrer Themenführung im Dialog, die als ungünstig für die sprachliche Weiterentwicklung des Kindes anzusehen sind. Es werden Ausschnitte aus der Methodik und den Ergebnissen einer eigenen Untersuchung präsentiert und bereits vorhandenen Befunden gegenübergestellt. Abschließend werden praktische Konsequenzen für die Früherfassung und -intervention von spezifischer Sprachentwicklungsstörung skizziert.

Keywords: Sprachentwicklung, später Sprechbeginn, late talker, Mutter-Kind-Interaktion, Responsivität

Der Dialog zwischen Mutter und Kind stellt einen wichtigen Inter-aktionskontext für die frühe kindliche Sprachentwicklung dar. Dabei handelt es sich um einen dynamischen Prozess, in welchem Wechselwirkungen im Verhalten beider Interaktionspartner bestehen. Der Beitrag geht der Frage nach, ob bzw. wie sich ein später Sprechbeginn des Kindes auf bestimmte Merkmale der sprachlichen Interaktion zwischen Mutter und Kind auswirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Anpassungen der Mutter hinsichtlich ihrer Responsivität gegenüber den Äußerungen des Kindes sowie ihrer Themenführung im Dialog, die als ungünstig für die sprachliche Weiterentwicklung des Kindes anzusehen sind. Es werden Ausschnitte aus der Methodik und den Ergebnissen einer eigenen Untersuchung präsentiert und bereits vorhandenen Befunden gegenübergestellt. Abschließend werden praktische Konsequenzen für die Früherfassung und -intervention von spezifischer Sprachentwicklungsstörung skizziert.

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