Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 4, 2011.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

DOI: 10.2378/fi2011.art18d
L. Alan Sroufe, Brianna Coffino, Elizabeth A. Carlson:
Die Rolle früher Erfahrungen für die kindliche Entwicklung
Evaluating the Role of Early Experience in Development

2011, 184-195

Die Daten unserer prospektiven und sich von der Geburt bis ins Erwachsenenalter erstreckenden Langzeitstudie über die Rolle früher Erfahrungen im Entwicklungsprozess werden zusammenfassend erörtert. Eine solche Analyse stellt sich aus methodischen wie auch aus konzeptionellen Gründen als komplex dar. Selbst direkte Wirkungen früher Erfahrungen sind als probabilistisch anzusehen und über die Kumula-tion von Messwerten deutlicher erkennbar wie bei Einzelmesswerten. Durch die Auf-einanderfolge von Lebensereignissen zeigen sich die Effekte früher Erfahrungen häufig auf eine indirekte Weise, die den Organismus irgendwie verändern und/oder die Wirkungen späterer Erfahrungen potenzieren. Es werden Beispiele erörtert, in denen die frühen Erfahrungen über andere Faktoren moderiert und vermittelt und die mit Entwicklungsveränderungen einhergehenden verborgenen Wirkungen sichtbar werden. Wir stellen Entwicklungsprozesse dar, die durch frühe Erfahrungen beeinflusst werden und schließen in der Überzeugung, dass frühen Erfahrungen bei der Erforschung von Entwicklungsprozessen auch in Zukunft ein zentraler Stellenwert zukommt.

Keywords: Prospektive Langzeitstudie, frühe und spätere Erfahrungen, Bindungsmuster, kumulative Lernerfahrung, Entwicklungsprozess

Die Daten unserer prospektiven und sich von der Geburt bis ins Erwachsenenalter erstreckenden Langzeitstudie über die Rolle früher Erfahrungen im Entwicklungsprozess werden zusammenfassend erörtert. Eine solche Analyse stellt sich aus methodischen wie auch aus konzeptionellen Gründen als komplex dar. Selbst direkte Wirkungen früher Erfahrungen sind als probabilistisch anzusehen und über die Kumula-tion von Messwerten deutlicher erkennbar wie bei Einzelmesswerten. Durch die Auf-einanderfolge von Lebensereignissen zeigen sich die Effekte früher Erfahrungen häufig auf eine indirekte Weise, die den Organismus irgendwie verändern und/oder die Wirkungen späterer Erfahrungen potenzieren. Es werden Beispiele erörtert, in denen die frühen Erfahrungen über andere Faktoren moderiert und vermittelt und die mit Entwicklungsveränderungen einhergehenden verborgenen Wirkungen sichtbar werden. Wir stellen Entwicklungsprozesse dar, die durch frühe Erfahrungen beeinflusst werden und schließen in der Überzeugung, dass frühen Erfahrungen bei der Erforschung von Entwicklungsprozessen auch in Zukunft ein zentraler Stellenwert zukommt.

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