Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 3, 2011.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2011.art28d
Marianne Kauer, Claudia M. Roebers:
Unterschiede in spezifischen kognitiven und motorischen Kompetenzen zwischen beliebten und zurückgewiesenen Kindern in der ersten Klasse
Differences in Basic Cognitive and Motor Skills Between Popular and Rejected First Graders

2011, 173-187

Unterschiede zwischen beliebten und zurückgewiesenen Kindern wurden nicht nur in sozialen, sondern auch in akademischen und athletischen Fähigkeiten bereits verschiedentlich empirisch nachgewiesen. Weitgehend ungeklärt blieb bislang allerdings die Frage, welche spezifischen Prozesse für diese Unterschiede verantwortlich sind. Ausgehend von neueren empirischen Befunden zu einem Zusammenhang zwischen kognitiven und motorischen Kompetenzen in normativen Stichproben sowie aufgrund von Erkenntnissen zum komorbiden Auftreten von ADHS und DCD in klinischen Stichproben wurde anhand einer Gesamtstichprobe von 113 regulär eingeschulten 7-jährigen Kindern untersucht, ob sich die Gruppe der beliebten Kinder in ihrer Leistung in verschiedenen kognitiven und motorischen Aufgaben von der Gruppe der zurückgewiesenen Kinder unterscheidet. In Abhängigkeit der Reliabilität der Kategorisierung der Statusgruppen beliebt und zurückgewiesen ergaben sich Unterschiede in der kognitiven und motorischen Kontrollfähigkeit im Bereich mittlerer bis großer Effekte zugunsten der Gruppe der beliebten Kinder.

Keywords: Peerstatus, Inhibition, kognitive Kontrolle, motorische Kontrolle, Effektgrößen

Unterschiede zwischen beliebten und zurückgewiesenen Kindern wurden nicht nur in sozialen, sondern auch in akademischen und athletischen Fähigkeiten bereits verschiedentlich empirisch nachgewiesen. Weitgehend ungeklärt blieb bislang allerdings die Frage, welche spezifischen Prozesse für diese Unterschiede verantwortlich sind. Ausgehend von neueren empirischen Befunden zu einem Zusammenhang zwischen kognitiven und motorischen Kompetenzen in normativen Stichproben sowie aufgrund von Erkenntnissen zum komorbiden Auftreten von ADHS und DCD in klinischen Stichproben wurde anhand einer Gesamtstichprobe von 113 regulär eingeschulten 7-jährigen Kindern untersucht, ob sich die Gruppe der beliebten Kinder in ihrer Leistung in verschiedenen kognitiven und motorischen Aufgaben von der Gruppe der zurückgewiesenen Kinder unterscheidet. In Abhängigkeit der Reliabilität der Kategorisierung der Statusgruppen beliebt und zurückgewiesen ergaben sich Unterschiede in der kognitiven und motorischen Kontrollfähigkeit im Bereich mittlerer bis großer Effekte zugunsten der Gruppe der beliebten Kinder.

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