Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 4, 2010.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

DOI: 10.2378/fi2010.art16d
Manfred Hintermair, Alexandra Trainer:
Frühe Hilfen, Kinderschutz und Hörschädigung
Early Prevention, Child Protection and Hearing Impairment

2010, 154-161

Der "Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch" wurde in einer kleinen Studie bei hörgeschädigten Kindern in der Frühförderung eingesetzt, um zu prüfen, ob sich damit über die bestehende Hörproblematik der Kinder hinaus mögliche Indikatoren einer zusätzlichen Gefährdung des Kindeswohls feststellen lassen. Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass immerhin 36 % der Familien in dieser Hinsicht Anzeichen einer Gefährdung aufweisen, wobei insbesondere soziale Belastungen vermehrt registriert werden. Die weitere Erprobung des Anhaltsbogens in der Frühförderung hörgeschädigter Kinder mit längsschnittlich angelegten Evaluationen ist zu empfehlen. Die Daten geben weiterhin dazu Anlass, das Ziel der Früherfassung hörgeschädigter Kinder konsequent zu verfolgen, damit gesichert ist, dass auch wirklich alle Kinder mit einer relevanten Hörschädigung erfasst und begleitet werden können.

Keywords: Kindeswohl, Frühförderung, Hörschädigung, Prävention

Der "Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch" wurde in einer kleinen Studie bei hörgeschädigten Kindern in der Frühförderung eingesetzt, um zu prüfen, ob sich damit über die bestehende Hörproblematik der Kinder hinaus mögliche Indikatoren einer zusätzlichen Gefährdung des Kindeswohls feststellen lassen. Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass immerhin 36 % der Familien in dieser Hinsicht Anzeichen einer Gefährdung aufweisen, wobei insbesondere soziale Belastungen vermehrt registriert werden. Die weitere Erprobung des Anhaltsbogens in der Frühförderung hörgeschädigter Kinder mit längsschnittlich angelegten Evaluationen ist zu empfehlen. Die Daten geben weiterhin dazu Anlass, das Ziel der Früherfassung hörgeschädigter Kinder konsequent zu verfolgen, damit gesichert ist, dass auch wirklich alle Kinder mit einer relevanten Hörschädigung erfasst und begleitet werden können.

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