Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 2, 2010.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

DOI: 10.2378/fi2010.art09d
simone Kugele, Simon Pfeiffer, Klaus Sarimski:
Belastungserleben von Eltern sprachbehinderter Kinder im Kindergartenalter
Family Stress in Preschool Children With Language Disorders

2010, 82-86

Es wird über zwei Befragungen von Eltern sprachbehinderter Kinder im Kindergarten zu ihrem subjektiven Erleben berichtet. In der ersten Befragung beurteilen 38 Eltern ihre eigene Belastung mit dem „Parenting Stress Index“. Bei 43 % ergab sich eine überdurchschnittliche Gesamtbelastung, in den meisten Fällen durch schwierige Temperaments- und Verhaltensmerkmale des Kindes begründet. Im „Familien-Belastungs-Fragebogen“ werden darüber hinaus von der Mehrheit der Eltern Zukunftssorgen um die weitere Entwicklung des Kindes benannt. Eine zweite Studie, an der 57 Eltern teilnahmen, bezog sich auf die Erfahrungen sozialer Ausgrenzung. Immerhin 20 % der Eltern geben an, dass ihr Kind in der Gruppe der Gleichaltrigen ausgegrenzt werde. Die Ergebnisse sprechen dafür, der Beratung der Eltern zum Umgang mit den eigenen Sorgen und mit belastenden sozialen Verhaltensmerkmalen des Kindes in der Betreuung spracherwerbsgestörter Kinder einen angemessenen Raum zu geben.

Keywords: Sprachbehinderung, Elternbelastung, soziale Ausgrenzung

Es wird über zwei Befragungen von Eltern sprachbehinderter Kinder im Kindergarten zu ihrem subjektiven Erleben berichtet. In der ersten Befragung beurteilen 38 Eltern ihre eigene Belastung mit dem „Parenting Stress Index“. Bei 43 % ergab sich eine überdurchschnittliche Gesamtbelastung, in den meisten Fällen durch schwierige Temperaments- und Verhaltensmerkmale des Kindes begründet. Im „Familien-Belastungs-Fragebogen“ werden darüber hinaus von der Mehrheit der Eltern Zukunftssorgen um die weitere Entwicklung des Kindes benannt. Eine zweite Studie, an der 57 Eltern teilnahmen, bezog sich auf die Erfahrungen sozialer Ausgrenzung. Immerhin 20 % der Eltern geben an, dass ihr Kind in der Gruppe der Gleichaltrigen ausgegrenzt werde. Die Ergebnisse sprechen dafür, der Beratung der Eltern zum Umgang mit den eigenen Sorgen und mit belastenden sozialen Verhaltensmerkmalen des Kindes in der Betreuung spracherwerbsgestörter Kinder einen angemessenen Raum zu geben.

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