Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 1, 2010.

€ [D] 58,00 / € [A] 59,70

DOI: 10.2378/peu2010.art05d
Uta Vogelwiesche, Alexander Grob:
pc4youth: Selektives Präventionsprogramm zur Förderung sozial benachteiligter Jugendlicher
pc4youth: Selective Prevention for Socially Disadvantaged Adolescents

2010, 62-74

Die vorliegende Studie beschreibt die Evaluation eines selektiven Präventionsprogramms für sozial benachteiligte Jugendliche. Es basiert auf den Prinzipien des tutoriellen Lernens und fördert auf der ersten Ebene die Computerkenntnisse der Jugendlichen. Die gezielte Kombination ökonomischer und psychologischer Prinzipien sowie die Initiierung von Wendepunkterfahrungen bezweckt auf der zweiten Ebene die Förderung des subjektiven Wohlbefindens sowie der Leistungsmotivation. A priori bestehen keine Unterschiede zwischen Trainings- und Kontrollgruppe. Das Programm verbessert das Computerwissen nachhaltig. Durch die Teilnahme an den Kursen konnte das subjektive Wohlbefinden der Jugendlichen generell nicht verbessert werden; hypothesengenerierende univariate Analysen verdeutlichen jedoch, dass Selbstwert und Lebensfreude sich positiv verändert haben. Eine weitere Förderung durch die Tutorentätigkeit trat nicht auf. Umgekehrt fördert die Tutorentätigkeit, nicht aber die Teilnahme an den Kursen als Tutee die Erfolgsorientierung der Teilnehmer. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des Wendepunkt-Modells von Rutter diskutiert.

Keywords: Persönlichkeitsentwicklung, digitale Spaltung, soziale Benachteiligung, selektive Prävention, subjektives Wohlbefinden

Die vorliegende Studie beschreibt die Evaluation eines selektiven Präventionsprogramms für sozial benachteiligte Jugendliche. Es basiert auf den Prinzipien des tutoriellen Lernens und fördert auf der ersten Ebene die Computerkenntnisse der Jugendlichen. Die gezielte Kombination ökonomischer und psychologischer Prinzipien sowie die Initiierung von Wendepunkterfahrungen bezweckt auf der zweiten Ebene die Förderung des subjektiven Wohlbefindens sowie der Leistungsmotivation. A priori bestehen keine Unterschiede zwischen Trainings- und Kontrollgruppe. Das Programm verbessert das Computerwissen nachhaltig. Durch die Teilnahme an den Kursen konnte das subjektive Wohlbefinden der Jugendlichen generell nicht verbessert werden; hypothesengenerierende univariate Analysen verdeutlichen jedoch, dass Selbstwert und Lebensfreude sich positiv verändert haben. Eine weitere Förderung durch die Tutorentätigkeit trat nicht auf. Umgekehrt fördert die Tutorentätigkeit, nicht aber die Teilnahme an den Kursen als Tutee die Erfolgsorientierung der Teilnehmer. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des Wendepunkt-Modells von Rutter diskutiert.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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