unsere jugend

Die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik

Herausgeber: Kurz-Adam, Maria / Lippmann, Claus / Merten, Roland / Speck, Karsten

1. Auflage Heft 9, 2009.

€ [D] 16,00 / € [A] 16,50

Silke Baer, Peer Wiechmann:
Cultures Interactive: Urbane Jugendkulturen als Mittel der staatsbürgerlichen Bildung und der zivilgesellschaftlichen Prävention gegen politische und religiöse Radikalisierung

2009, 368-378

"Dich kriegen wir auch noch, du linke Zecke", ruft eine Gruppe strammer Nationaler mit geschorenem Kopf einem jungen Mann zu, der mit roten Haaren, Irokesenschnitt und Nietenlederjacke auf die Schule eines kleinen Provinzstädtchens zugeht. Der junge Mann weiß sofort: "Hier bin ich goldrichtig." Der stramme Nationale jedoch weiß nicht: Sein Gegenüber ist Fachmann und Workshop-Leiter für Jugendkulturen aus Berlin. Und was wiederum dieser Workshop-Leiter noch weiß, ist: "Wenn ich linke Zecke meine Turntables, Spraydosen, Musik-CDs und Skateboards auspacke und wenn ich mit meinen KollegInnen den Jugendlichen am Ort zeige, wie man das macht mit den Boards und Plattenspielern, dann wollen irgendwann sogar die Glatzen mitmachen. Und wenn wir dann eineinhalb Tage lang zusammen sind, dann hören die mir zu - auch wenn ich ihnen etwas über die afroamerikanischen Wurzeln von Hiphop und deren Haltung von Antirassismus, Fairness und Gewaltvermeidung erzähle und überhaupt von Bürgerrechten, Toleranz, Recht und Demokratie."

"Dich kriegen wir auch noch, du linke Zecke", ruft eine Gruppe strammer Nationaler mit geschorenem Kopf einem jungen Mann zu, der mit roten Haaren, Irokesenschnitt und Nietenlederjacke auf die Schule eines kleinen Provinzstädtchens zugeht. Der junge Mann weiß sofort: "Hier bin ich goldrichtig." Der stramme Nationale jedoch weiß nicht: Sein Gegenüber ist Fachmann und Workshop-Leiter für Jugendkulturen aus Berlin. Und was wiederum dieser Workshop-Leiter noch weiß, ist: "Wenn ich linke Zecke meine Turntables, Spraydosen, Musik-CDs und Skateboards auspacke und wenn ich mit meinen KollegInnen den Jugendlichen am Ort zeige, wie man das macht mit den Boards und Plattenspielern, dann wollen irgendwann sogar die Glatzen mitmachen. Und wenn wir dann eineinhalb Tage lang zusammen sind, dann hören die mir zu - auch wenn ich ihnen etwas über die afroamerikanischen Wurzeln von Hiphop und deren Haltung von Antirassismus, Fairness und Gewaltvermeidung erzähle und überhaupt von Bürgerrechten, Toleranz, Recht und Demokratie."

PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht