unsere jugend

Die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik

Herausgeber: Kurz-Adam, Maria / Lippmann, Claus / Merten, Roland / Speck, Karsten

1. Auflage Heft 4, 2009.

€ [D] 16,00 / € [A] 16,50

C. Wolfgang Müller:
Zielgruppenorientierung. Genau hinschauen, mit wem man spricht

2009, 146-149

In den Anfängen unserer Didaktik - also der Lehre vom Lehren und Lernen - lag der Schwerpunkt unseres Interesses bei den Inhalten unserer Lehre, denen man eine bildende Wirkung auf die junge Generation zutraute. Später brachten uns KommunikationswissenschaftlerInnen bei, dass neben den vermittelten Stoffen auch die Person von LehrerIn und SchülerIn, von Kita-Kind und ErzieherIn Einfluss auf den Lehrererfolg habe - und die Situation "vor Ort" und das soziale Arrangement des Lehr-Lern-Prozesses dazu. Die Bemühun-gen der KultusministerInnen der Euro-päischen Union, darauf gerichtet, in allen Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft vergleichbare Bildungs- und Erziehungsstandards einzuführen, lenkten darüber hinaus das Augenmerk der "QualitätskontrolleurInnen" vom "Input" des Lehrprozesses, für den wir Profis verantwortlich gemacht werden, auf den "Output" der Lernergebnisse und ihrer Umsetzung im täglichen Leben von Kindern und Jugendlichen. Die lange Reihe der PISA-Vergleichsuntersuchungen ist dafür ein sprechendes, aber inzwischen auch fragwürdiges Beispiel, weil der Ländervergleich zur Hitparade eines Oberligaspiels zu verkommen droht, bei der nicht mehr wichtig ist, was man daraus lernen kann, sondern nur noch, wer oben ist und wer absteigt.

In den Anfängen unserer Didaktik - also der Lehre vom Lehren und Lernen - lag der Schwerpunkt unseres Interesses bei den Inhalten unserer Lehre, denen man eine bildende Wirkung auf die junge Generation zutraute. Später brachten uns KommunikationswissenschaftlerInnen bei, dass neben den vermittelten Stoffen auch die Person von LehrerIn und SchülerIn, von Kita-Kind und ErzieherIn Einfluss auf den Lehrererfolg habe - und die Situation "vor Ort" und das soziale Arrangement des Lehr-Lern-Prozesses dazu. Die Bemühun-gen der KultusministerInnen der Euro-päischen Union, darauf gerichtet, in allen Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft vergleichbare Bildungs- und Erziehungsstandards einzuführen, lenkten darüber hinaus das Augenmerk der "QualitätskontrolleurInnen" vom "Input" des Lehrprozesses, für den wir Profis verantwortlich gemacht werden, auf den "Output" der Lernergebnisse und ihrer Umsetzung im täglichen Leben von Kindern und Jugendlichen. Die lange Reihe der PISA-Vergleichsuntersuchungen ist dafür ein sprechendes, aber inzwischen auch fragwürdiges Beispiel, weil der Ländervergleich zur Hitparade eines Oberligaspiels zu verkommen droht, bei der nicht mehr wichtig ist, was man daraus lernen kann, sondern nur noch, wer oben ist und wer absteigt.

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