Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 2, 2009.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

Lydia Schönecker:
Kooperation und Vertrauensschutz bei frühen Hilfen: ein Entweder - Oder?
Cooperation and Confidentiality Protection in Early Prevention: an Either - Or Decision?

2009, 61-70

Ob Ärzte oder Sozialpädagogen, Hebammen oder Psychologen - ihre Kompetenzen und vor allem Hilfezugänge zu Familien werden im Rahmen der derzeitigen Kinderschutzdiskussionen und -aktivitäten ganz besonders eingefordert. Als Kernelement der sog. frühen Hilfen wird dabei auch regelmäßig die Idee der Vernetzung all dieser Berufsgruppen ins Spiel gebracht. Doch das Verlangen nach mehr Kommunikation und Kooperation bringt viele von ihnen in einen als unlösbar empfundenen Konflikt mit einer ihrer wesentlichen Arbeitsgrundlagen: dem notwendigen Angebot von vertrauensgeschützten Hilfebeziehungen. Dieses Spannungsverhältnis greift der Artikel auf und macht das Angebot, über die Auseinandersetzung mit den allgemeinen wie den - für die Jugend- und die Gesundheitshilfe, sowie die Frühförderung - besonderen Regelungen zum Datenschutz, eine auch rechtlich gestützte Haltung zu entwickeln, die nicht auf ein "Entweder - Oder", sondern vielmehr ein "Sowohl - Als auch" hinausläuft.

Summary: Whether doctors or social pedagogues, midwives or psychologists - their expertise and in particular their access to families in order to assist them are especially called for within the frame-work of the current child protection discussions and activities. The idea of establishing networks between all these occupational groups is also regularly brought into play as a central element of the so-called early prevention. However, the desire for more communication and cooperation leads many of them into a perceived unsolvable conflict with one of their essential working bases: the necessary offer of confidentiality-protected assistance relationships. This article deals with these conflicting demands and offers to develop a legally based approach which goes beyond the debate about the general and - in the field of youth welfare services, health services and early intervention - specific data protection provisions and does not result in an "either-or", but rather in an "as-well-as".

Keywords: Data protection, transparency requirement, consent, youth welfare services, health services, early intervention

Deutsch Abstract (dt.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht