Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 2, 2009.

€ [D] 29,00 / € [A] 29,90

Inga Wagenknecht, Uta Meier-Gräwe, Jörg M. Fegert:
Frühe Hilfen rechnen sich
Prevention Pays

2009, 82-91

Die Betreuungs- und Bildungsdebatte wird seit einiger Zeit nun auch in Deutschland intensiv in der Politik und in der Gesellschaft geführt. Das Betreuungssystem soll ausgebaut und qualitativ verbessert werden. In dieser neuen „nachhaltigen“ Familienpolitik wurden von Beginn an auch ökonomische Argumente eingebracht – Ausgaben in diesem Bereich erhalten eine neue Bewertung als Investitionen in die Bildung des Humanvermögens. Neuere Forschungsergebnisse zeigen jedoch auch, dass Bildung in der Familie beginnt und Investitionen insbesondere dann eine hohe Rendite aufweisen, wenn sie die Kinder deutlich vor dem Schulbeginn erreichen. Besondere Bedeutung kommt der Unterstützung von Kindern aus benachteiligten Herkunftsfamilien zu. Frühe Hilfen, die Risiken für die Entwicklung eines Kindes früh erkennen und in diesem frühen Stadium die Eltern erreichen und unterstützen, um Überforderungen und einer Gefährdung des Kindeswohls vorzu-beugen, dürften in diesem Sinne besonders wirksam und aus wirtschaftlicher Sicht effizient sein. Internationale Studien weisen auf ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis von Präventionsprogrammen hin - im Projekt "Guter Start ins Kinderleben" wollen wir eine erste nationale Betrachtung durchführen.

Summary: For some time now, also in Germany the debate on childcare and education is intensively led in politics and society. The child care system is to be expanded and improved in quality. From the beginning on, economic arguments were part of this “sustainable” family policy. Expenditures in this context came to be regarded as investments generating human capital. But as research -recently has shown, education begins in the family and investments have the highest returns when addressed to children far before they start school. Support for children from disadvantaged families is of particular significance. Early intervention is probably the most effective and economically the most efficient, if risks to the child’s development are early recognized and support to the parents is be given at an early state in order to prevent overstraining and threats to the well-being of the child. International studies suggest a positive cost-benefit-ratio of early intervention programs - with the project "A Good Start to Life" we want to make the first national approach.

Keywords: Early intervention, developmental risk, human capital, cost-benefit analysis

Deutsch Abstract (dt.) | PDF Volltext



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