Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2007.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

Elmar Souvignier, Faye Antoniou:
Förderung des Leseverständnisses bei Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten - eine Metaanalyse
Stimulating Reading Comprehension in Students with Learning Disabilities - a Meta-Analysis

2007, 46-62

In diesem Forschungsüberblick über 81 Interventionsstudien zur Förderung des Leseverständnisses bei Schülern mit Lernschwierigkeiten werden zwei Fragestellungen bearbeitet: Welchen Einfluss haben a) Designmerkmale von Studien und b) die Inhalte von Fördermaßnahmen auf die Effektivität. Im Hinblick auf die Designmerkmale erweisen sich das eingesetzte Testverfahren, die Dauer der Intervention und das Fördersetting als relevante Moderatoren. Dabei lassen sich zwei Typen von Forschungsansätzen unterscheiden: „Kontrollierte“ Untersuchungen (kurze Förderungen in sonderpädagogischen Settings, evaluiert mit von den Untersuchern entwickelten Testverfahren) mit einer hohen mittleren Effektstärke von d=1.20 und ein „ökologisch valider“ Typ (lange Förderung in Regelklassen, evaluiert mit standardisierten Instrumenten), bei dem mittlere Effekte von d=0.59 vorliegen. Hinsichtlich der Inhalte erweisen sich Trainings zur Vermittlung von Frage-Strategien als sehr wirksam (d=1.33). Diese Trainings wurden allerdings vorwiegend unter den günstigeren Bedingungen „kontrollierter“ Studien evaluiert. Darüber hinaus erweisen sich Merkmale wie Strategievermittlung, Selbstüberwachung und explizite Instruktion als sehr effektiv.

Keywords: Leseverständnis, Lesestrategien, Leseinstruktion, Lernschwierigkeiten, Evaluation

In diesem Forschungsüberblick über 81 Interventionsstudien zur Förderung des Leseverständnisses bei Schülern mit Lernschwierigkeiten werden zwei Fragestellungen bearbeitet: Welchen Einfluss haben a) Designmerkmale von Studien und b) die Inhalte von Fördermaßnahmen auf die Effektivität. Im Hinblick auf die Designmerkmale erweisen sich das eingesetzte Testverfahren, die Dauer der Intervention und das Fördersetting als relevante Moderatoren. Dabei lassen sich zwei Typen von Forschungsansätzen unterscheiden: „Kontrollierte“ Untersuchungen (kurze Förderungen in sonderpädagogischen Settings, evaluiert mit von den Untersuchern entwickelten Testverfahren) mit einer hohen mittleren Effektstärke von d=1.20 und ein „ökologisch valider“ Typ (lange Förderung in Regelklassen, evaluiert mit standardisierten Instrumenten), bei dem mittlere Effekte von d=0.59 vorliegen. Hinsichtlich der Inhalte erweisen sich Trainings zur Vermittlung von Frage-Strategien als sehr wirksam (d=1.33). Diese Trainings wurden allerdings vorwiegend unter den günstigeren Bedingungen „kontrollierter“ Studien evaluiert. Darüber hinaus erweisen sich Merkmale wie Strategievermittlung, Selbstüberwachung und explizite Instruktion als sehr effektiv.

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