Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 1, 2006.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

Fritz Oser, Horst Biedermann, Urs Haeberlin:
PISA und die Folgen für schwache Schülerinnen und Schüler

2006, 4-12

In der PISA-Studie sind leistungsschwache Schülerinnen und Schüler, welche sich in deutschsprachigen Ländern meist in Sonderklassen befinden, ausgeschlossen worden. Da diese jungen Menschen nicht über ihre Schulleistungen evaluiert werden können, schlagen Oser und Biedermann einen Zugang von der anderen Seite vor: einen internationalen Vergleich der Unterstützungskultur (für Schüler, Eltern, Lehrer) und der strukturellen und situativen Voraussetzungen für Integration. Haeberlin gibt allerdings zu bedenken, dass auch bei einem solchen Evaluationsansatz eine Gruppe von Menschen ausgeschlossen bleibt: Menschen mit einer geistigen Behinderung schweren Grades oder mit schweren mehrfachen Behinderungen, und er fordert dazu auf, mit dem Bildungsbegriff sorgfältig umzugehen

Summary: The PISA-study excluded the group of low performing pupils, that is to say children and youths who usually attend special classes in the German speaking countries. As these pupils cannot be assessed by their academic performances, Oser and Biedermann suggest an approach from another direction: an international comparison of the support systems (for pupils, parents, teachers) and of the structural and situational conditions for integration. Yet Haeberlin warns to bear in mind, that such an evaluation approach still excludes another group of persons: individuals with severe mental or multiple disabilities. He claims to beware of new tendencies of inhumanity.

Keywords: PISA-study, learning disability

Deutsch Abstract (dt.) | PDF Volltext



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