Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 4, 2016.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2016.art40d
Gottfried Biewer:
Fachbeitrag: Lehrer/innenbildung für Inklusion in der Sekundarstufe
Teacher Training for Inclusion in Secondary Schools

2016, 323-329

Ausgehend von aktuellen internationalen Entwicklungslinien einer Lehrer/innenbildung für Inklusion auf dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention, stellt der Beitrag Chancen und Problemlagen am Beispiel der gegenwärtigen Lehrerbildungsreform in Österreich dar. Eine eigenständige Ausbildung zur Sonderschullehrkraft ist dort nicht mehr vorgesehen, zugunsten der Verankerung inklusionspädagogischer Inhalte in der Regelschullehrerausbildung. Darüber hinaus besteht die Option eines vertieften Studiums, das in der Sekundarstufe in der Ersetzung eines der beiden Unterrichtsfächer durch -Inklusive Pädagogik als Schwerpunktstudium besteht. Die Veränderungen sind eingebettet in den Versuch einer grundlegenden Reform der gesamten Pädagog/innenbildung für alle Altersstufen von 0 bis 18 Jahren. Die Etablierung Inklusiver Pädagogik in der Regelschullehrerausbildung mit einer optionalen Vertiefung bietet neue Chancen, die aber von mehreren Rahmenbedingungen der Realisierung abhängen und die Gefahr des Scheiterns evozieren.

Keywords: Professionalisierung, Inklusion, Lehrerbildung, Österreich

Ausgehend von aktuellen internationalen Entwicklungslinien einer Lehrer/innenbildung für Inklusion auf dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention, stellt der Beitrag Chancen und Problemlagen am Beispiel der gegenwärtigen Lehrerbildungsreform in Österreich dar. Eine eigenständige Ausbildung zur Sonderschullehrkraft ist dort nicht mehr vorgesehen, zugunsten der Verankerung inklusionspädagogischer Inhalte in der Regelschullehrerausbildung. Darüber hinaus besteht die Option eines vertieften Studiums, das in der Sekundarstufe in der Ersetzung eines der beiden Unterrichtsfächer durch -Inklusive Pädagogik als Schwerpunktstudium besteht. Die Veränderungen sind eingebettet in den Versuch einer grundlegenden Reform der gesamten Pädagog/innenbildung für alle Altersstufen von 0 bis 18 Jahren. Die Etablierung Inklusiver Pädagogik in der Regelschullehrerausbildung mit einer optionalen Vertiefung bietet neue Chancen, die aber von mehreren Rahmenbedingungen der Realisierung abhängen und die Gefahr des Scheiterns evozieren.

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