Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 3, 2008.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

Brigitte Anliker, Meike Lietz, Beat Thommen:
Zusammenarbeit zwischen integrativ tätigen schulischen Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen und Regellehrpersonen
Cooperation Between Special Education Teachers Working in Integrative Settings and Teachers Working in Ordinary Classes

2008, 226-236

Als zentrale Zielsetzung von integrativen Schulungsformen kann die nachhaltige Entwicklung eines inklusiven Unterrichts betrachtet werden. Dieser soll u. a. über unterrichtsbezogene Zusammenarbeit zwischen schulischen Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen und Regellehrpersonen erreicht werden. Unterrichtsbezogene Zusammenarbeit wird jedoch bisher kaum in gewünschtem und gefordertem Ausmaß realisiert. – Selvini-Palazzoli u. a. entwickelten mit dem Konzept des Zusammenarbeitskontexts einen Rahmen, mit dem Probleme der Zusammenarbeit analysiert werden können. Der Ansatz, den Selvini-Palazzoli u. a. für schulpsychologische Helfersysteme entwickelt haben, wird im vorliegenden Beitrag auf Zusammenarbeitsformen von Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen und Regellehrpersonen übertragen. Der Ansatz zeigt, dass Zusammenarbeitsprobleme als Ergebnis unklarer, impliziter und komplexer Kontexte betrachtet werden können. Er vermag mögliche Erklärungen zu liefern, weshalb unterrichtsbezogene Zusammenarbeit nicht vermehrt praktiziert wird.

Keywords: Integrative Schulmodelle, Unterrichtsentwicklung, Zusammenarbeit, Schulentwicklung, schulische Heilpädagogik

Als zentrale Zielsetzung von integrativen Schulungsformen kann die nachhaltige Entwicklung eines inklusiven Unterrichts betrachtet werden. Dieser soll u. a. über unterrichtsbezogene Zusammenarbeit zwischen schulischen Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen und Regellehrpersonen erreicht werden. Unterrichtsbezogene Zusammenarbeit wird jedoch bisher kaum in gewünschtem und gefordertem Ausmaß realisiert. – Selvini-Palazzoli u. a. entwickelten mit dem Konzept des Zusammenarbeitskontexts einen Rahmen, mit dem Probleme der Zusammenarbeit analysiert werden können. Der Ansatz, den Selvini-Palazzoli u. a. für schulpsychologische Helfersysteme entwickelt haben, wird im vorliegenden Beitrag auf Zusammenarbeitsformen von Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen und Regellehrpersonen übertragen. Der Ansatz zeigt, dass Zusammenarbeitsprobleme als Ergebnis unklarer, impliziter und komplexer Kontexte betrachtet werden können. Er vermag mögliche Erklärungen zu liefern, weshalb unterrichtsbezogene Zusammenarbeit nicht vermehrt praktiziert wird.

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