Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

Heft 3, 2019.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2019.art31d
Magister Antje Handelmann, Magister Dominik Schütte, Prof. Dr. Marc Thielen:
Fachbeitrag: Der professionelle Blick auf jugendliches Verhalten in berufsvorbereitenden Bildungsgängen zwischen pädagogischen Programmatiken und institutionellen Erwartungen
The Professional View on Youth Behaviour in Pre-Vocational Training between Pedagogical Programmes and Institutional Expectations

2019, 224-236

Vor dem Hintergrund, dass soziale Kompetenzen für die erfolgreiche Bewältigung einer Berufsausbildung als besonders bedeutsam betrachtet werden, geht der Beitrag der Frage nach, wie in berufsvorbereitenden Bildungsgängen pädagogisch auf das Verhalten der geförderten Jugendlichen eingewirkt wird. Hierzu werden Befunde einer qualitativ-empirischen Studie vorgestellt, in der die Adressierung jugendlichen Verhaltens in zwei differenten Bildungsgängen mittels einer ethnografischen Forschungsstrategie beleuchtet wird. An der Analyse von Expert/inneninterviews diskutiert der Beitrag den strukturellen Widerspruch zwischen professionellen pädagogischen Idealen, die auf Persönlichkeitsentfaltung zielen, und homogenisierenden Klientelkonstruktionen, die jugendliches Verhalten als defizitär und förderbedürftig betrachten. Es zeigt sich eine spezifische pädagogische Ordnung berufsvorbereitender Bildungsgänge, die durch eine zugespitzte Allokationsfunktion konstituiert ist.

Keywords: Berufsvorbereitung, Ausbildungsreife, Ethnografie, Multiprofessionalität

Vor dem Hintergrund, dass soziale Kompetenzen für die erfolgreiche Bewältigung einer Berufsausbildung als besonders bedeutsam betrachtet werden, geht der Beitrag der Frage nach, wie in berufsvorbereitenden Bildungsgängen pädagogisch auf das Verhalten der geförderten Jugendlichen eingewirkt wird. Hierzu werden Befunde einer qualitativ-empirischen Studie vorgestellt, in der die Adressierung jugendlichen Verhaltens in zwei differenten Bildungsgängen mittels einer ethnografischen Forschungsstrategie beleuchtet wird. An der Analyse von Expert/inneninterviews diskutiert der Beitrag den strukturellen Widerspruch zwischen professionellen pädagogischen Idealen, die auf Persönlichkeitsentfaltung zielen, und homogenisierenden Klientelkonstruktionen, die jugendliches Verhalten als defizitär und förderbedürftig betrachten. Es zeigt sich eine spezifische pädagogische Ordnung berufsvorbereitender Bildungsgänge, die durch eine zugespitzte Allokationsfunktion konstituiert ist.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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