Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

Heft 3, 2019.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2019.art30d
Dipl.-Psych. Florian Mühler, Dr. Katharina Vogt:
Fachbeitrag: Arbeitsengagement und emotionale Erschöpfung bei Mitarbeitenden der Behindertenhilfe: Der Einfluss von arbeitsbezogenen Ressourcen und Stressoren
Work Engagement and Emotional Exhaustion Among Staff in Services for Adults with Intellectual Disabilities: The Impact of Work-Related Resources and Stressors

2019, 205-223

In dieser Studie wird der Einfluss von arbeitsbezogenen Ressourcen und Stressoren auf Arbeitsengagement und emotionale Erschöpfung bei Mitarbeitenden der Behindertenhilfe untersucht. Die einbezogenen Einflussfaktoren wurden in einer qualitativen Vorstudie ermittelt (Mixed-Method). Der erstellte Fragebogen bestand aus dem COPSOQ (auf die Zielgruppe angepasst), berufsspezifischen neuen Skalen, der Utrecht Work Engagement Scale und der Skala „emotionale Erschöpfung“ des MBI-GS. Der Fragebogen wurde in acht Institutionen der deutschsprachigen Schweiz eingesetzt (N=384). Für die Auswertung wurden multiple Regressionen und eine Faktorenanalyse durchgeführt. Ergebnisse: Die Regressionsmodelle leisten hohe Varianzaufklärung. Aufgabenbezogene Ressourcen (insbesondere Entwicklungsmöglichkeiten) stehen stark mit Arbeitsengagement in Verbindung. Stressoren (insb. Work-Privacy-Konflikt und Qualitative Belastungen) stehen stark mit emotionaler Erschöpfung in Verbindung. Soziale und arbeitsorganisatorische Ressourcen (insb. Sozialkapital) stehen mit beiden Outcomegrößen in Verbindung. Für Interventionen wird empfohlen, Sozialkapital und fachliche Unterstützung auszubauen und ein organisationales Umfeld zu schaffen, das das Ausprobieren neuer Ideen ermutigt, sowie Stressoren abzubauen.

Keywords: Job-Demands-Resources-Modell, geistige Behinderung

In dieser Studie wird der Einfluss von arbeitsbezogenen Ressourcen und Stressoren auf Arbeitsengagement und emotionale Erschöpfung bei Mitarbeitenden der Behindertenhilfe untersucht. Die einbezogenen Einflussfaktoren wurden in einer qualitativen Vorstudie ermittelt (Mixed-Method). Der erstellte Fragebogen bestand aus dem COPSOQ (auf die Zielgruppe angepasst), berufsspezifischen neuen Skalen, der Utrecht Work Engagement Scale und der Skala „emotionale Erschöpfung“ des MBI-GS. Der Fragebogen wurde in acht Institutionen der deutschsprachigen Schweiz eingesetzt (N=384). Für die Auswertung wurden multiple Regressionen und eine Faktorenanalyse durchgeführt. Ergebnisse: Die Regressionsmodelle leisten hohe Varianzaufklärung. Aufgabenbezogene Ressourcen (insbesondere Entwicklungsmöglichkeiten) stehen stark mit Arbeitsengagement in Verbindung. Stressoren (insb. Work-Privacy-Konflikt und Qualitative Belastungen) stehen stark mit emotionaler Erschöpfung in Verbindung. Soziale und arbeitsorganisatorische Ressourcen (insb. Sozialkapital) stehen mit beiden Outcomegrößen in Verbindung. Für Interventionen wird empfohlen, Sozialkapital und fachliche Unterstützung auszubauen und ein organisationales Umfeld zu schaffen, das das Ausprobieren neuer Ideen ermutigt, sowie Stressoren abzubauen.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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