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Unsere Jugend

Die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik

Herausgeber: Birtsch, Vera / Kreft, Dieter / Kurz-Adam, Maria / Merten, Roland

Heft 06, 2010.


DOI: 10.2378/uj2010.art25d
Irmela Wiemann:
Gestaltung von Pflegeverhältnissen - was brauchen Pflegekinder und ihre Familien?

2010, 242-251

Laien gehen davon aus, das Aufwachsen eines Pflegekindes würde sich nicht weiter vom Aufwachsen anderer Kinder unterscheiden. Schließlich hat dieser kleine Mensch Familie, Bindung, ein privates Zuhause. Doch ehemaligen erwachsenen Pflegekindern gelingt es nur zur Hälfte, ökonomische Selbstständigkeit, gute Familienbeziehungen und gute Fürsorge für ihre eigenen Kinder zu verwirklichen (vgl. Kindler 2008). Sie haben ein erhöhtes Risiko, als junge Erwachsene delinquent, drogenabhängig oder psychisch krank zu werden oder im jungen Erwachsenenalter eines unnatürlichen Todes (vor allem durch Suizid) zu sterben. Junge Menschen, die in Risikofamilien aufgewachsen sind und nicht fremdplatziert wurden, tragen laut einer schwedischen Studie in etwa dasselbe Risiko (vgl. Vinnerljung/Ribe 2001).

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