Unsere Jugend
Die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik
Heft 06, 2010.
Editorial
2010, 241
Liebe Leserinnen und Leser,
Pflegeeltern und familienähnliche -Lebensgemeinschaften mit professionellen "Eltern" haben in den letzten Jahren Konjunktur, insbesondere kleine Kinder bis zum Schul- alter finden hier ggf. ein neues "Zuhause". Der Begriff deutet bereits an: Die Pflegekinderhilfe ist mit hohen Erwartungen verknüpft, sei es von Seiten des Jugend- amtes, das die Kinder "bedarfsgerecht" vermitteln will, sei es von Seiten der Pflegeeltern, die ein bestimmtes Pflegekind "annehmen", sei es von Seiten der Eltern, die "Kontakt" zu ihrem Kind halten wollen, oder von Seiten der Kinder selbst, die die "neuen" mit den "alten Eltern" vergleichen.
Sie lernen in diesem Heft verschiedene Sichtweisen kennen. Irmela Wiemann beschreibt zentrale Konflikt- felder bei der Gestaltung von Pflegeverhältnissen, Jürgen Blandow stellt das "Neue Manifest zur Pflege- kinderhilfe" vor, Judith Pierlings präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zu Standards im -Pflegekinderwesen, Andy Jespersen bewertet den Austausch von Pflegeeltern in Online-Foren, und Karsten de Ponte berichtet als Pflegevater. Wer sich dafür interessiert, "wie Kinder den Übergang in eine neue Familie erleben", möge auf den Artikel von Daniela Reimer zurückgreifen, den sie für das Heft 6/2009 von unsere jugend verfasste.
Einen guten Einblick in dieses wichtige Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe wünschen
Ihre Sabine Behn und Gabriele Bindel-Kögel
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