1899

Der Basler Buchhändler Ernst Reinhardt startet am 20.7. in München mit dem Kauf der Sortiments- und Antiquariats-
buchhandlung Dr. Lüneburg am Maximiliansplatz 3.

In der Folgezeit Schwerpunktverlagerung vom Buchhandel zur Verlagsarbeit, erste Autorenverträge.

1900

Die ersten fünf Publikationen erscheinen auf dem Gebiet der Theologie, Medizin und Sozialwissenschaften.

ab ca. 1900

Freundschaft mit Ricarda Huch

1905 Erfolg mit dem frühen Bestseller "Die sexuelle Frage" von August Forel
1907

Verkauf der Buchhandlung und Konzentration auf das Verlagsgeschäft.

ab 1912 Ernst Reinhardt Verlag als erster bedeutender "Alfred-Adler-Verlag"
Ende 20er Jahre

In extrem schlechter Wirtschaftslage trägt der große Erfolg mit Kochbüchern sowie der Kauf der Bayerischen Hebammenzeitung das weitere philosophische und naturwissenschaftliche Verlagsprogramm mit.

ab 1928
Ernst Reinhardt ist Mitglied des Gesamtvorstandes des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
1933 Der Börsenvereinsvorstand unterschreibt das berüchtigte "Sofortprogramm für den Deutschen Buchhandel".
ab 1934

Beschlagnahmungen von Büchern des Reinhardt Verlages wegen religiös und politisch unerwünschter Inhalte und Autoren

1937
29. Januar: Ernst Reinhardt wird 65. Er tritt von seinen Ämtern zurück.
21. März: Ernst Reinhardt stirbt an den Folgen eines Fahrradunfalls.
Sein Neffe Hermann Jungck führt den Verlag fort.
1944 Zweiter Schließungsbefehl an den Verlag, Hermann Jungck geht nach Basel.
1945 Gründung der Ernst Reinhardt AG in Basel. Weitere Verlagsarbeit und Produktion in Basel, u.a. Drucklegung klassischer Musiknoten
1948 Neue Verlagslizenz für München. In den Folgejahren wird wieder zunehmend in München produziert.
50er / 60er Jahre
Aufbau neuer Buchreihen und Zeitschriften. Psychologie und Pädagogik bekommen zunehmend Gewicht im Verlagsprogramm.
1972 Ernst Reinhardt Verlag wird Mitgesellschafter der Uni-Taschenbücher GmbH Stuttgart.
70er Jahre
umfangreiche Lehrbuchproduktion in UTB
1973 Hermann Jungck zieht sich mit fast 70 Jahren aus der Verlagsarbeit zurück.
Verlagsdirektor wird Bruno Linne.
1978 Bruno Linne geht 65jährig in den Ruhestand.
Umwandlung des Ernst Reinhardt Verlags in eine GmbH & Co KG.
Karl Münster wird neuer Verlagsleiter und Geschäftsführer.
ab 1978
zahlreiche interne Modernisierungen im Bereich Buchhaltung, Vertrieb u.a.
Anfang 80er Jahre
Sinkende Absatzzahlen im pädagogischen und universitären Bereich aufgrund der Rezession. Stark zielgruppenorientierte Produktion.
80er / 90er Jahre
Aufbau neuer Buchreihen, Intensivierung von Werbung und Vertrieb, Herausgabe von schließlich fünf Fachzeitschriften.
1998 Karl Münster geht in den Ruhestand.
Hildegard Wehler wird neue Verlagsleiterin und Geschäftsführerin.
Der Ernst Reinhardt Verlag geht online.
1999 100 Jahre Ernst Reinhardt Verlag
2003 50. Jahrgang der Zeitschrift "Psychologie in Erziehung und Unterricht" im Ernst Reinhardt Verlag
Die 35. Auflage von "Grundformen der Angst" (Fritz Riemann) erscheint; bisheriger Verkauf ca. 800.000 Exemplare, Übersetzungen in 13 Sprachen; gleichzeitig kommt das Werk in gekürzter Fassung als Hörbuch auf den Markt.
2004 Mit der Übernahme der erlebnispädagogischen Buchreihe "erleben & lernen" baut der Ernst Reinhardt Verlag sein Programm im Bereich Pädagogik/Sozialpädagogik weiter aus.
Ab Heft 3/2004 erscheint die traditionsreiche Zeitschrift "Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete" (VHN) im Ernst Reinhardt Verlag.
Mit Wirkung zum 1. August übernimmt der Ernst Reinhardt Verlag das sozialpädagogische Buchprogramm des Verlagskonzerns Wolters Kluwer Deutschland (Luchterhand).
2005 In Kooperation mit der "Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie e. V." (GwG) startet im Frühjahr die neue Buchreihe "Personzentrierte Beratung & Therapie".
2006 Start der Reihe "Bausteine der Kinder- und Jugendpsychotherapie"
2007 Start der neuen UTB-Reihe "PsychoMed compact", einer Reihe, die sich den gemeinsamen Ausbildungs- und Arbeitsfeldern von Psychologie und Medizin widmet
Start der Kooperation mit der ciando GmbH, München, zum Vertrieb elektronischer Buchfassungen.
Die "Zeitschrift für Heilpädagogik" erscheint im Programm des Ernst Reinhardt Verlages.
2008 Der 60. Jahrgang der Zeitschrift "unsere jugend" erscheint.
Der Verlag vergrößert sich: Im Herbst 2008 wird der moderne Anbau an das Stammhaus fertiggestellt. Das Lektorat bezieht die neuen Räume und ein weiterer Konferenzraum wird eingeweiht.
Das Non-Book-Segment wird ausgebaut mit weiteren Hörbüchern und pädagogischen Materialien.
2009 Neugründung der Fachzeitschrift "Mensch & Pferd international - Zeitschrift für Förderung und Therapie mit dem Pferd". Außerdem Start der neuen Buchreihe "Praxis der Sprachtherapie und Sprachheilpädagogik".
2010 Der Ernst Reinhardt Verlag wird 111 Jahre alt. Zu diesem Anlass erscheint eine bibliophile Ausgabe von Fritz Riemanns "Die Fähigkeit zu lieben".
Die Buchreihe "Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit" erscheint.
2011 Anlässlich der 40. Auflage von Fritz Riemanns "Grundformen der Angst" veranstaltet der Ernst Reinhardt Verlag einen Cover-Wettbewerb, dessen Siegerbild für die Covergestaltung ausgewählt wird.
Das E-Book-Angebot wird weiter ausgebaut.
2012 Die Elternratgeberreihe »Kinder sind Kinder«, in der bereits über 40 Titel erschienen sind, erscheint in neuem Layout.
Der Verlag startet eine eigene Internetseite für seine Zeitschriften: www.reinhardt-journals.de.
2013 60. Jahrgang der Zeitschrift "Psychologie in Erziehung und Unterricht" im Ernst Reinhardt Verlag.
Zwei neue Fachzeitschriften gehören ab sofort zum Verlagsprogramm: "motorik. Zeitschrift für Psychomotorik in Entwicklung, Bildung und Gesundheit" und "körper – tanz – bewegung. Zeitschrift für Körperpsychotherapie und Kreativtherapie".
Die neue Reihe "Basiswissen Frühpädagogik" geht an den Start. Die ersten Apps erscheinen. "logopaletti", die innovative Online-Datenbank für Übungen in der Kindersprachtherapie, wird aufgebaut.