Fornefeld, Barbara (Hrsg.)

Menschen mit Komplexer Behinderung

Selbstverständnis und Aufgaben der Behindertenpädagogik


2008. 211 Seiten. 15 Abb.

(ISBN 978-3-497-01984-7) kt
€ [D] 24,90 / € [A] 25,60
(alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt.)

Kurztext

Selbstbestimmung, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind Leitmotive für die Entwicklung heilpädagogischer Angebote. Inzwischen ist die Lebenssituation von Menschen mit geistiger Behinderung deutlich verbessert. Und doch ist im Schatten dieser Entwicklung eine Randgruppe entstanden: Die Bedürfnisse von Menschen mit Komplexer Behinderung werden in diesem Buch dargestellt und Konsequenzen für die Heilpädagogik formuliert. Dabei werden sozial-, geistes- und rechtswissenschaftliche Erkenntnisse zu einer Grundlegung zusammengeführt.

Inhalt

1 Verantwortung für Menschen mit Behinderung im Wandel der Zeit
von Barbara Fornefeld

1.1 Überblick über die Veränderungen in der Behindertenversorgung
1.2 Menschen in einer Zwei-Klassen-Versorgung
1.3 Aufgaben der Behindertenpädagogik

2 Der Mensch als Ausgeschlossener –- Gesellschaftlicher Wandel und neue Exklusionsgefahren
von Markus Dederich

2.1 Gesellschaftlicher Wandel und neue Exklusionsgefahren
2.2 Die sozialwissenschaftliche Exklusionsdebatte
2.3 Die Konzentration von Exklusionsrisiken bei Menschen mit Komplexer Behinderung
2.4 Ausschluss –- eine Typologie

3 Menschen mit Komplexer Behinderung –- Klärung des Begriffs
von Barbara Fornefeld

3.1 Lebensskizzen von Menschen mit Komplexer Behinderung
3.2 Behinderungsbegriffe –- Grenzziehungen
3.3 Behinderung –- vom Phänomen zum Namen
4 Bildung als Antwort auf die Not und Nötigung, sein Leben zu führen
von Ursula Stinkes

4.1 Die Diskussion um das Bildungsverständnis innerhalb der Geistigbehindertenpädagogik
4.2 Das autonome Subjekt der Vernunft und die moderne Idee der Bildung
4.3 Das leibliche Subjekt
4.4 Skizzen zur Korrektur des Bildungsverständnisses
4.5 Bildende Verhältnisse

5 Pädagogische Leitgedanken als Ausschluss-Prinzipen?
von Barbara Fornefeld

5.1 Doppeldeutigkeit des Integrations- und Inklusionsgedankens
5.2 Doppeldeutigkeit des Selbstbestimmungs- und Autonomiegedankens
5.3 Plädoyer für das ‚Prinzip Anerkennung’

6 Der bedürftige Mensch –- eine ethische Grundlegung
von Martin Schnell

6.1 Behinderung ist keine Krankheit, sondern Testfall ethischer Inklusion
6.2 Behinderung, Gesundheit, Normalität
6.3 Ethik und Anthropologie der Basalen Stimulation
6.4 Zur Ethik des bedürftigen Menschen
6.5 Perspektiven

7 Aufgabe der Behindertenpädagogik
von Barbara Fornefeld

7.1 Behindertenpädagogik bei Menschen mit Komplexer Behinderung
7.2 Behindertenpädagogik im institutionellen Kontext
7.3 Menschen mit Komplexer Behinderung im Fokus des ‚Capability Approach’

8 ‚Jedem das Seine’ –- die Bedeutung von Recht und Gerechtigkeit für Menschen mit Komplexer Behinderung
von Günter Dörr

8.1 Gerechtigkeit –- Menschenwürde -– Menschenrechte
8.2 Der moderne Verfassungsstaat und seine Grundlagen
8.3 Der moderne, demokratische, soziale Rechtsstaat als Garant des guten und anständigen Lebens
8.4 Der moderne Verfassungsstaat als Antwortgeber auf die Frage der Bedürftigkeit
8.5 Die Netze der sozialen Sicherheit

Glossar
Register
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Autoreninformation

Prof. Dr. Barbara Fornefeld, Lehrstuhl Pädagogik und Rehabilitation bei Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung, Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln

Leseprobe

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