Harald Ansen

Klinische Sozialarbeit (PDF-E-Book)

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit - DOI10.2378/ot6a.art081 - (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)


2018. 8 Seiten.

(978-3-497-60551-4) E-Book
Preis E-Book: € [D] 8,00
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Kurztext

Die Klinische Sozialarbeit ist eine Variante der fallbezogenen Sozialen Arbeit. In den USA ist die Klinische Sozialarbeit seit den 1960er Jahren etabliert, auch in Deutschland wird der Ansatz inzwischen aufgegriffen.Unter dem Dach der Klinischen Sozialarbeit werden sozialarbeiterisch fokussierte Behandlungsbeiträge bei Krankheit und psychosozialen Beeinträchtigungen zusammengefasst. Die Klinische Sozialarbeit steht in der Tradition der Psychosozialen Therapie bzw. der psychosozial ausgerichteten Einzelfallhilfe.Im Mittelpunkt der klinisch-sozialarbeiterischen Fallanalyse und der Interventionen stehen die mit einer Erkrankung oder sonstigen Beeinträchtigung verbundenen persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen und beruflichen Konsequenzen. Die unterstützenden Angebote der Klinischen Sozialarbeit richten sich an so unterschiedliche Zielgruppen wie körperlich erkrankte Menschen, Opfer von Gewalt, Menschen in akuten Krisensituationen, Abhängigkeitskranke oder psychisch gestörte Menschen. Entsprechend breit sind die Arbeitsfelder, sie reichen vom Krankenhaussozialdienst über Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und der Psychiatrie bis zu unterschiedlichen Beratungsangeboten. Klinisch meint in der Wortverbindung Klinische Sozialarbeit nicht die Arbeit in einem Krankenhaus, sondern es steht für unmittelbar klientenbezogene Handlungsansätze. Zu den zentralen klinisch-sozialarbeiterischen Arbeitsformen zählen verschiedene Beratungs- und Therapieansätze und das Case Management.Für das methodische Handeln in der Klinischen Sozialarbeit sind die folgenden Aspekte in einer übergreifenden Perspektive bedeutsam: In der Fallerfassung und Diagnose, die prozessbegleitend mit der Klientel erarbeitet wird, geht es um die Analyse von Fragen der sozialen Sicherung, der sozialen Unterstützung und der persönlichen Befähigung. Diese Themen sind auch Gegenstand der Interventionen, die je nach Bedarf im Einzelfall die Erschließung von Sozialleistungen, die Organisation des Zugangs zu sozialen Diensten und Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, die Förderung sozial unterstützender formeller und informeller Netze und den persönlichen Beistand in prekären Lebenslagen umfassen.