Gottfried Fischer / Peter Riedesser

Lehrbuch der Psychotraumatologie


4. aktualisierte und erweiterte Auflage 2009. 431 Seiten. 22 Abb. 20 Tab.

UTB-L (978-3-8252-8165-6) kt
€ [D] 39,90 / € [A] 41,10
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Kurztext

Seelische Verletzungen, ihre Ursachen und Folgen, Prävention, Rehabilitation und therapeutische Möglichkeiten - von diesen Fragen und Problemen handelt dieses Standardwerk der Psychotraumatologie. Die Autoren stellen ein allgemeines Verlaufsmodell vor, analysieren die Unterschiede des individuellen Traumaerlebens sowie spezielle traumatisierende Situationen. Verschiedene Therapieformen (psychodynamisch, verhaltenstherapeutisch, EMDR) werden erklärt und kritisch eingeordnet.
Neu in der 4. Auflage: ICD-Störungsbilder im Kontext psychotraumatischer Ätiologie, zielgruppenorientierte Intervention als sekundäre Prävention und ein Ausblick, wie die Psychotraumatologie in einem neuen Studienfach Psychotherapiewissenschaft in der universitären Ausbildung optimal verankert werden kann.

Inhalt

TEIL I: Allgemeine Psychotraumatologie

Einführung: Psychotraumatologie als Forschungs- und Praxisfeld. Seelische und körperliche Verletzungen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Zur Geschichte der Psychotraumatologie. Diagnostik als „Momentaufnahme“: Syndrome der allgemeinen und speziellen Psychotraumatologie
Situation, Reaktion, Prozess – ein Verlaufsmodell der psychischen Traumatisierung: Zur Phänomenologie der traumatischen Situation. Der Riss zwischen Individuum und Umwelt: Peritraumatische Erfahrung im Modell des „Situationskreises“. Fassen des Unfasslichen – die traumatische Reaktion. Anpassung an das Trauma: Strukturveränderungen im traumatischen Prozess. Zusammenfassung
Differenzielle Psychotraumatologie: Erforschung von Traumafolgen nach dem Verlaufsmodell: Objektiver Zugang zum Trauma. Subjektiver Zugang zum Trauma. Differenzieller Verlauf der traumatischen Reaktion und des traumatischen Prozesses. Forschungsstrategien der Psychotraumatologie
Traumatherapie: Sozialpsychologische Abwehrprozesse bei Erforschung und Therapie psychischer Traumatisierung. Krisenintervention. Gesichtspunkte der postexpositorischen Traumatherapie. Prinzipien der Psychotherapie traumatischer Prozesse. Psychotraumatologisch fundierte Psychotherapie (PFP). Psychopharmakotherapie
Prävention

TEIL II: Spezielle Psychotraumatologie

Holocaust
Folter und Exil
Kindheitstrauma: Risikofaktoren und protektive Faktoren in der Kindheitsentwicklung. Situation – Reaktion – Prozess: Das Kindheitstrauma im Verlaufsmodell. Traumatherapie bei Kindern. Sexueller Kindesmissbrauch. Auswirkung von Kriegsereignissen auf Kinder
Vergewaltigung
Gewaltkriminalität
Arbeitslosigkeit als psychisches Trauma
Lebensbedrohliche Erkrankung als Faktor psychischer Traumatisierung
Mobbing

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Autoreninformation

Prof. Dr. Gottfried Fischer ist Direktor des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität zu Köln, Psychotherapeut und Psychoanalytiker. 1988 habilitiert im Fach Medizinische Psychologie an der Universität Freiburg. Seit 1991 Gründungsmitglied und Forschungsleiter des Deutschen Instituts für Psychotraumatologie, zunächst in Freiburg, seit 1995 in Köln; zahlreiche Veröffentlichungen. Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte: empirische und theoretische Psychotherapieforschung, Psychotraumatologie (seit 1990 trug er dazu bei, dieses Fach als wissenschaftliche Disziplin in Deutschland aufzubauen), Kulturpsychologie und Literaturwissenschaft (langjähriger Mitarbeiter beim Freiburger Arbeitskreis Literatur und Psychoanalyse, Mitherausgeber des Jahrbuchs Freiburger Literaturpsychologische Gespräche, Königshausen & Neumann).

Prof. Dr. med. Peter Riedesser, Hamburg, Direktor der Abt. Kinder- und Jugendpsychiatrie des Univ.-Krankenhauses Eppendorf.

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Leseprobe

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