Lucien Israel

Die unerhörte Botschaft der Hysterie

Mit einem Vorwort von Wolfgang Mertens
Aus dem Franzöischen von Peter Müller und Peter Posch

4. Auflage 2001. 270 Seiten.

(978-3-497-01586-3) kt
(alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt.)

Kurztext

Freuds hysterische Patientinnen inszenierten ihre seelischen Konflikte in Bildern. Freud begegnete diesen Bildern mit Sprache: Er hörte seinen Patientinnen zu und brachte sie zum Reden. So entstand die Freudsche "Redekur", besser bekannt unter dem Namen Psychoanalyse.

Israël kehrt zu diesen Wurzeln der Psychoanalyse zurück und ruft dazu auf, die Botschaft der Hysterie zu (er-)hören. Er stellt die facettenreichen Aspekte der Hysterie dar. Dabei werden wichtige klinische Kenntnisse vor dem Hintergrund geschichtlicher und soziokultureller Zusammenhänge angeführt.

Wenn es uns gelingt, die vielfältigen Ausdrucksformen der Hysterie auch jenseits diagnostischer Raster wahrzunehmen, werden wir die Freude am Entdecken und die unvoreingenommene Beziehung zum Anderen wiederbeleben.

Inhalt

Kritische Symptomatologie
Allgemeine Gesichtspunkte der Neurose
Die Symptome
Der hysterische Charakter
Die männliche Hysterie

Hysterie und Geschlechtsunterschied
Störungen
Sexualität, die anders ist
Sexualität und männliche Hysterie

Die Hysterikerin und der Arzt
Präludien der Begegnung
Der Arzt und die Hysterikerin
Unheilvolle Begegnungen
Sich an die Stelle des Arztes setzen
Die Hysterie behandeln
Wege einer Revolution
Der Wunsch in der Gegenwart

Autoreninformation

Lucien Israël (1925-1996) war Professor für Psychiatrie und Psychoanalyse in Straßburg. Er war Mitglied der Ecole Freudienne de Paris, die von Jacques Lacan begründet wurde. Israël schrieb zahlreiche praxisnahe Bücher auf den Gebieten der medizinischen Psychologie und praktischen Psychosomatik.