Gemeinsam handeln statt behandeln
Aufgaben und Perspektiven der Komplexleistung Frühförderung
(Beiträge zur Frühförderung interdisziplinär; 14)2008. 441 Seiten. 55 Abb. 33 Tab.
(ISBN 978-3-497-01889-5) kt
€ [D] 39,90 / € [A] 41,10 / SFr 53,90
Kurztext
Daher ist in der neuen Sozialgesetzgebung auch die Frühförderung behinderter Kinder als Komplexleistung definiert; in ihr werden medizinische Rehabilitation und pädagogische Entwicklungsförderung organisatorisch zusammengeführt und konzeptionell integriert.
Das Buch stellt sich dieser kooperativen Aufgabe in allen Bereichen kindlicher Entwicklung: Wie Kinder sich bewegen, hören, sehen, sprechen, lernen, sich fühlen und verhalten -- damit Frühförderung in gemeinsamem Handeln gelingen kann.
Inhalt
Frühförderung behinderter Kinder als Auftrag an alle
Einführung: Der Weg von der Behandlung zum gemeinsamen Handeln
Förder- und Entwicklungsbereiche
Motorik: Wie Kinder sich bewegen: General Movements -- Neue diagnostische Kriterien zur Früherkennung von zerebralen Funktionsstörungen bei Früh- und Neugeborenen. Die Gross Motor Function Measure. Das psychomotorische Paradigma in der Frühförderung. Mut zur Entwicklung -– Bewegen und Handeln als Motor der kindlichen Entwicklung. Child’Space -- Chava Shelhav-Method: Arbeit mit Säuglingen und Kindern in ihren ersten Lebensjahren auf Basis der Feldenkrais-Methode. Konzepte zur Behandlung von Kindern mit Cerebralparesen. Schriftspracherwerb über Bewegung?! -- Förderung der Graphomotorik
Auditive Wahrnehmung: Wie Kinder hören: Hördiagnostik und frühe Förderung der Hör- und Sprachentwicklung bei Kindern unter besonderer Berücksichtung der Cochlear-Implantat-Versorgung in Köln. Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)
Visuelle Wahrnehmung: Wie Kinder sehen: Sehbehinderung beim Kind: Früherkennung, Diagnostik und Ursachen. Visuelle Wahrnehmung und Sehen. Cerebrale Sehschädigungen im Kindesalter. Begleitende Entwicklungsstörungen bei sehbehinderten Kindern. Frühförderung sehgeschädigter Kinder durch die Förderschule Sehen
Kommunikation und Sprache: Wie Kinder sprechen: Diagnostische Aspekte und kommunikative Förderung im frühen Kindesalter. Diagnostik bei kindlichen Störungen des Grammatikerwerbs. Frühförderung grammatischer Fähigkeiten. Lust-ig von Anfang an... -- Die interaktive Förderung des Humors als kognitiv-affektive Grundlage der Sprachentwicklung. Sprachtherapie bei Kindern mit Down-Syndrom. Sprache und Autismus. Spielerische Dialoggestaltung mit schwerst mehrfachbehinderten Kindern -- Förderung kommunikativer Kompetenzen von Anfang an. Laute spüren, Laute integrieren
Kognition und Lernen: Wie Kinder lernen: „... beziehungsweise lernen“ -– Neurobiologische Grundlagen von Lernprozessen. Früherkennung von Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten im Kindergarten: Das Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten (DESK 3--6). Früherkennung von Lernstörungen. Entwicklung mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter -- Ein entwicklungstheoretischer Ansatz für die Diagnostik. Mathematische Kompetenzen und Förderungsmöglichkeiten im Vorschulalter am Beispiel Kalkulie -- Ein Baukastensystem zur Förderung rechenschwacher Kinder in der Primarstufe. Frühförderung und Präventionen zur Vermeidung gravierender Lernschwierigkeiten. Lernstörungen bei Kindern mit frühkindlichem Anfallsleiden
Emotionalität und Verhalten: Wie Kinder fühlen und sich verhalten: Frühförderung aus bindungstheoretischer Perspektive: Anmerkungen zur Dynamik der Verhaltenssysteme. Bildung in der frühen Kindheit. Prävention von externalisierenden Verhaltensstörungen. Sandspieltherapie bei emotionalen Störungen. Erziehungsverhalten bei Leistungs- und Verhaltensstörungen aus Sicht der Kinder. Multimodale Verhaltens- und Psychodiagnostik: Vom kategorialen zum dimensionalen Ansatz. Entwicklungsdiagnostik mit dem Neuropsychologischen Entwicklungsscreening (NES) -- Verfahrensbeschreibung und Diskussion originärer Merkmale des NES als neuer Ansatz in der Entwicklungsdiagnostik. Einführung in Diagnostik und Therapie bei autistischen Störungen. Sensorische Integrationstherapie (SI) -– Ein Behandlungsansatz in der Arbeit mit autistischen Kindern
Interdisziplinäre Kooperation: Wie wir gemeinsam handeln
Elterliche Bewältigung von Behinderung –- Forschungsergebnisse aus den Jahren 2000 bis 2006
Väter in der Frühförderung
Die Aufgaben einer Kinderärztin in der Frühförderung
Die Kooperation mit Kinderärzten in der Frühförderung
In Richtung gemeinsamer Basis in der Frühförderung in Europa
Interk
Autoreninformation
Prof. Dr. Christoph Leyendecker, Rehabilitationspädagoge und Psychotherapeut, hat den Lehrstuhl für Rehabilitation und Pädagogik bei Körperbehinderung an der Universität Dortmund inne.

