Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 3, 2007.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

Dagmar Ständer, Annett Kuschel, Nina Heinrichs, Heike Bertram, Sebastian Naumann:
Der Einfluss von Familientyp und Partnerschaftsqualität auf die psychische Situation von Müttern und Kindern
The Influence of the Family Type and the Quality of Partnership on the Mental Situation ofMothers and their Children

2007, 236-247

Die Befunde zur psychischen Befindlichkeit von Alleinerziehenden und ihren Kindern zeigen, dass sowohl die Mütter als auch ihre Kinder auffälliger sind als die Mütter und Kinder aus Zweielternfamilien. Zudem weisen zahlreiche Untersuchungen darauf hin, dass Mütter sowie ihre Kinder, welche in konflikthaften Familien leben, psychisch beeinträchtigt sind. Die vorliegende Studie vergleicht das Ausmaß der psychischen Probleme Alleinerziehender und ihrer Kinder direkt mit Müttergruppen (niedrige vs. Hohe Partnerschaftsqualität) sowie die Verhaltensauffälligkeiten der Kindergartenkinder. Außerdem soll der Einfluss von sozioökonomischen und psychischen Variablen der Mütter auf die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder abgeschätzt werden. Methode: In der Untersuchung kommen die Depressions-Angst-Stress Skala (DASS), der Fragebogen zur Lebenszufriedenheit (FLZ) sowie der Elternfragebogen über das Verhalten von Klein- und Vorschulkindern (CBCL 1 1/2 –5) zum Einsatz. Von N=474 Müttern liegen Einschätzungen vor. Ergebnisse: Alleinerziehende sind sozioökonomisch belasteter. Dennoch wurden keine Unterschiede in der psychischen Befindlichkeit zwischen den Alleinerziehenden und ihren Kindern vs. den in unglücklichen Partnerschaften lebenden Müttern und deren Kindern gefunden. Beide Gruppen zeigen höhere Belastungen gegenüber den Müttern mit hoher Partnerschaftsqualität, jedoch unterliegen die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder unterschiedlichen Einflüssen. Schlussfolgerungen: Bei Untersuchungen zu Alleinerziehenden sollte die Partnerschaftsqualität der Vergleichsgruppe Berücksichtigung finden. Für die allein Erziehenden und die Mütter mit niedriger Partnerschaftsqualität werden Beratungs- und Unterstützungsprogramme empfohlen.

Keywords: Alleinerziehende, Partnerschaftsqualität, psychische Auffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Scheidung

Die Befunde zur psychischen Befindlichkeit von Alleinerziehenden und ihren Kindern zeigen, dass sowohl die Mütter als auch ihre Kinder auffälliger sind als die Mütter und Kinder aus Zweielternfamilien. Zudem weisen zahlreiche Untersuchungen darauf hin, dass Mütter sowie ihre Kinder, welche in konflikthaften Familien leben, psychisch beeinträchtigt sind. Die vorliegende Studie vergleicht das Ausmaß der psychischen Probleme Alleinerziehender und ihrer Kinder direkt mit Müttergruppen (niedrige vs. Hohe Partnerschaftsqualität) sowie die Verhaltensauffälligkeiten der Kindergartenkinder. Außerdem soll der Einfluss von sozioökonomischen und psychischen Variablen der Mütter auf die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder abgeschätzt werden. Methode: In der Untersuchung kommen die Depressions-Angst-Stress Skala (DASS), der Fragebogen zur Lebenszufriedenheit (FLZ) sowie der Elternfragebogen über das Verhalten von Klein- und Vorschulkindern (CBCL 1 1/2 –5) zum Einsatz. Von N=474 Müttern liegen Einschätzungen vor. Ergebnisse: Alleinerziehende sind sozioökonomisch belasteter. Dennoch wurden keine Unterschiede in der psychischen Befindlichkeit zwischen den Alleinerziehenden und ihren Kindern vs. den in unglücklichen Partnerschaften lebenden Müttern und deren Kindern gefunden. Beide Gruppen zeigen höhere Belastungen gegenüber den Müttern mit hoher Partnerschaftsqualität, jedoch unterliegen die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder unterschiedlichen Einflüssen. Schlussfolgerungen: Bei Untersuchungen zu Alleinerziehenden sollte die Partnerschaftsqualität der Vergleichsgruppe Berücksichtigung finden. Für die allein Erziehenden und die Mütter mit niedriger Partnerschaftsqualität werden Beratungs- und Unterstützungsprogramme empfohlen.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht